Musikschaffende verdienen nur wenig mit Streaming

    App-Symbole von Streamingdiensten auf einem Handydisplay.
    Viele Musiker bekommen lediglich Brosamen für das Streamen ihrer Musik © picture alliance / xim.gs
    Streaming ist für viele Musikerinnen und Musiker unverzichtbar, finanziell lohnt es sich jedoch meist kaum. Das ergab eine Befragung von rund 1.200 Musikschaffenden aus fünf Ländern von vier Kontinenten durch das britische Oxford Internet Institute und die niederländische Universität Groningen. Demnach erzielten 77 Prozent der Befragten im vergangenen Jahr ein Einkommen von umgerechnet weniger als 10.000 Euro mit ihrer Musik. Der Anteil des Streamings am Einkommen variiert dabei stark: Bei 25 Prozent lag er bei höchstens 5 Prozent, bei 8 Prozent bei über 75 Prozent. Dennoch halten 81 Prozent der Befragten Streaming für wichtig für die Karriere, etwa wegen der Sichtbarkeit. In Deutschland will Kulturstaatsminister Wolfram Weimer im Frühsommer mit Plattenlabels und Streamingdiensten eine gerechtere Vergütung für Musikerinnen und Musiker aushandeln.