Seit 14:05 Uhr Kompressor

Dienstag, 25.06.2019
 
Seit 14:05 Uhr Kompressor

Konzert / Archiv | Beitrag vom 03.06.2012

Musikfestival Schloss Cappenberg

"Eigenwillig, originell, inspirierend"

Mirijam Contzen (Musikfestival Schloss Cappenberg - Josep Molina)
Mirijam Contzen (Musikfestival Schloss Cappenberg - Josep Molina)

Das Musikfestival Schloss Cappenberg im südlichen Münsterland ging vom 22. bis 28. Mai 2012 in seine siebte Saison. Rund um Pfingsten boten international renommierte Virtuosen Kammermusik unterschiedlichster Besetzung und Stilistik dar. Mirijam Contzen, Violinistin und Künstlerische Leiterin des Festivals, hatte ein ganz besonders vielfältiges Programm zusammengestellt, um die Menschen der Region nachhaltig für Kammermusik zu begeistern.

Das erfolgreiche Konzept der ECHO Klassik-Preisträgerin besteht auch darin, die Besetzungen innerhalb eines Konzerts konsequent zu wechseln und so die Vielfältigkeit dieser "Königsdisziplin des Musizierens" dem Besucher direkt zu vermitteln.

Die insgesamt 24 mitwirkenden Künstler sind sämtlich ausgesuchte junge Könner ihres Fachs – etwa die Sopranistin Anna Lapkovskaja, die 2013 ihr Scala-Debüt unter Daniel Barenboim geben wird, oder der Alfred-Brendel-Schüler Herbert Schuch.

Thematische Überschriften zu den Konzerten führen durch das Festival, zeigen Verbindungslinien der Werke untereinander auf und geben gleichzeitig Anregungen zu eigenen Assoziationen. Der programmatische Bogen spannt sich über Anfänge – Wendepunkte im Eröffnungskonzert, eine Soiree in Schwarz und Weiß, einen Ausflug durch Böhmens Hain und Flur bis zu Frische, Melancholie und spätes Glück im Abschlusskonzert.

Am 26. Mai hatten die Veranstalter eine öffentliche Nachmittagsprobe inklusive Festivalcafé für das abendliche, dann von Deutschlandradio Kultur mitgeschnittene Konzert "Eigenwillig, originell, inspirierend" auf das Programm gesetzt; neben Louis Spohrs berühmtem Nonett erklangen dort u.a. Schumanns Intermezzo und Brahms Scherzo aus der "F.A.E"-Sonate mit Mirijam Contzen und Herbert Schuch am Klavier.

Als Räumlichkeiten stellte Hausherr Sebastian Graf von Kanitz für die insgesamt acht Konzerte neben dem Freiherr-von-Stein-Saal mit dem seit 1999 im Ostflügel des Schlosses beheimateten Theater einen Raum von herausragender Akustik zur Verfügung – was in gleichem Maße für die ehemalige Stiftskirche aus dem 12. Jahrhundert gelten darf.
www.musikfestival-schloss-cappenberg.de




Festival Schloss Cappenberg
Theater Schloss Cappenberg
Aufzeichnung vom 26.5.12

Robert Schumann
Intermezzo d-Moll aus der Sonate "F.A.E."

Franz Schubert
"Taubenpost" aus dem Liederzyklus Schwanengesang D 957
"Sehnsucht" D123

Francis Poulenc
Trio für Oboe, Fagott und Klavier op. 43

Franz Schubert
"Frühlingsglaube" D 686
"Auflösung" D 807

Johannes Brahms
Scherzo c- Moll aus der Sonate "F.A.E."

ca. 21:00 Uhr Konzertpause mit Nachrichten

Franz Schubert
"Nacht und Träume" D 827

Robert Schumann
Adagio und Allegro für Horn und Klavier op. 70

Louis Spohr
Nonett F-Dur für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass,
Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn op. 31


Mirijam Contzen, Violine
Herbert Schuch, Klavier
Anna Lapkovskaja, Mezzosopran
Henri Sigfridsson, Klavier
Kai Frömbgen, Oboe
Alexei Tkatchuk, Fagott
Dmitry Babanov, Horn
Tobias Bredohl, Klavier
Latica Honda-Rosenberg, Violine
Benjamin Rivinius, Viola
Peter Hörr, Violoncello
Gustavo d‘Ippolito, Kontrabass
Ulrich Biersack, Flöte
Laszlo Kuti, Klarinette

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur