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Konzert / Archiv | Beitrag vom 23.09.2017

Musikfest BerlinMonteverdi im Fokus

Kritikerquartett, Dirigentengespräch und eine Aufzeichnung aus dem Pierre Boulez Saal Berlin

Bernardo Strozzi Claudio Monteverdi, um 1630 Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Kunstgeschichtliche Sammlungen, Inv.Nr. Gem 503 Copyright: Tiroler Landesmuseen   honorarfrei im Rahmen der aktuellen Berichterstattung bei Angabe des Fotonachweises (Tiroler Landesmuseeun) zur Verfügung. (©Tiroler Landesmuseen )
Claudio Monteverdi um 1630 (©Tiroler Landesmuseen )

Claudio Monteverdi, vor 450 Jahren geboren, hat vor allem der menschlichen Stimme völlig neue Ausdrucksmöglichkeiten erschlossen und steht damit am Beginn der modernen Musikentwicklung. An diesem Abend wird er von vielen Seiten beleuchtet.

Die zentrale Position besetzt dabei eines der wichtigsten Werke seiner Laufbahn: die 1610 gedruckte Marienvesper, eine bunte Folge von Psalm-, Hohelied- und direkt marienbezogenen Kompositionen, die sich sowohl polyphoner Techniken als auch der damals neuen monodischen Gestaltungsweisen bedienen. Eine Art Kompendium also, mit dem der Komponist beweisen konnte, dass er mit dem traditionellen Formenrepertoire ebenso gut umgehen konnte wie mit den ganz aktuellen, vor allem von der gerade erst entstandenen Oper her inspirierten Entwicklungen – und wo jedes der Einzelstücke, so verschieden sie untereinander sind, durch seine eindringliche Textausleuchtung und unmittelbare emotionale Überzeugungskraft beeindruckt.

Der Berliner Pierre Boulez Saal lässt dabei verschiedene räumliche Anordnungen der Akteure zu, die für die Wirkung der Klänge ebenso bedeutend werden können wie die Möglichkeit unterschiedlicher Stimm- und Instrumentalkombinationen. Justin Doyle, der unter anderem mit diesem Werk seinen Einstand als neuer Chef des RIAS-Kammerchores gibt, begibt sich also sofort auf Feld, das für jede Art experimenteller Kreativität offen ist – sicher eines der möglichen Themen im Gespräch mit Ruth Jarre. Auch das von Olaf Wilhelmer moderierte "Quartett der Kritiker" zu Beginn des Abends findet ein reich und mit sehr verschiedenen Gewächsen bestücktes Feld vor  - denn Monteverdi ist eben nicht nur ein aus seiner Zeit heraus bis heute moderner Komponist, sondern außerdem einer derjenigen, denen man sich von ganz verschiedenen Seiten nähern und die man in völlig unterschiedlichen Farben ausleuchten kann.


Musikfest Berlin

Italienisches Kulturinstitut Berlin

Aufzeichnung vom 03.09.2017


Quartett der Kritiker - zu Gast im Deutschlandfunk Kultur

Vom Ursprung der Oper

Eine Diskussion über Claudio Monteverdi und die Rezeption seiner Musik


Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Volker Hagedorn, Freier Publizist

Matthias Hengelbrock, Freier Publizist

Michael Stegemann, Professor für Musikwissenschaft, TU Dortmund

Moderation: Olaf Wilhelmer

In Zusammenarbeit mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik


ca. 20.00

Pierre Boulez Saal Berlin

Aufzeichnung vom 15.09.2017


Claudio Monteverdi

"Vespro della Beata Vergine" (Marienvesper)


Dorothee Mields, Sopran

Hannah Morrison, Sopran

Thomas Hobbs, Tenor

Andrew Staples, Tenor

Capella de la Torre

RIAS Kammerchor

Leitung: Katharina Bäuml und Justin Doyle


nach Konzertende:

"Der RIAS Kammerchor ist ein Chamäleon - er kann fast alles!"

Ruth Jarre im Gespräch mit Justin Doyle

Konzert

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Der Dirigent Ariel Zuckermann (Felix Broede/Agentur Harrison Parrott)

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