musikfest berlin 05

Das musikfest berlin hat in diesem Jahr Premiere. Es steht in der Nachfolge der Berliner Festwochen, die über ein halbes Jahrhundert den musikalischen Herbst in dieser Stadt geprägt haben. Das Musikfest ist kompakter als sein Vorgänger: in nur zwei Wochen - immer zum Beginn einer neuen Spielzeit - werden Spitzenensembles und Stardirigenten in den beiden Sälen der hauptstädtischen Philharmonie auftreten.
In unserer Konzertaufzeichnung vom 7. September ist das eine international renommierte Kammermusikbesetzung, die eine ganz besondere Hörerfahrung bietet: Alte Musik (drei der 15 "Rosenkranz-Sonaten" von Heinrich Ignaz Franz Biber aus dem 17. Jahrhundert) wird mit neueren Kompositionen unsere Zeit gekoppelt (Suk, Zimmermann, Kurtág, Bartók, Ligeti).

Unterschiede sind dabei nicht nur in musikalischer Struktur und Ausdrucksmöglichkeiten zu entdecken, sondern auch in den verwendeten Instrumenten. Denn Andrew Manze, der englische Spezialist für Alte Musik, spielt die "Rosenkranz-Sonaten" natürlich auf einer historischen Geige in originaler Mensur und mit Darmsaiten und in einer für jede der Sonaten anderen Original-Stimmung. Demgegenüber stehen die beiden modernen Streichinstrumente von Kristóf Baráti und Geneviève Strosser.


Konzert

musikfest berlin 05
Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 7. September

Josef Suk
Vier Stücke für Violine und Klavier op. 17

Heinrich Ignaz Franz Biber
Rosenkranz-Sonate VI
"Jesus in Gethsemane"

Bernd Alois Zimmermann
Sonate für Viola solo

György Kurtág
Jelek

Heinrich Ignaz Franz Biber
Rosenkranz-Sonate X
"Kreuzigung und Jesu Tod"

ca. 21.10 Konzertpause mit Nachrichten

Béla Bartók
Sonate für Violine solo

Heinrich Ignaz Franz Biber
Rosenkranz-Sonate XI
"Die Auferstehung"

György Ligeti
Sonate für Viola solo

Andrew Manze, Violine
Richard Egarr, Orgel
Geneviève Strosser, Viola
Kristóf Baráti, Violine
Robert Kulek, Klavier