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Tonart | Beitrag vom 12.06.2017

Musikerin Nikki LaneErfolgreich in der Männerdomäne Country

Moderation: Carsten Rochow

Die Countrymusikerin Nikki Lane im Studio von Deutschlandfunk Kultur (Deutschlandradio - Andreas Buron)
Die Countrymusikerin Nikki Lane im Studio von Deutschlandfunk Kultur (Deutschlandradio - Andreas Buron)

In der amerikanischen Country-Szene waren weibliche Musikerinnen bislang wenig präsent. Dies scheint sich nun zu ändern. Das liegt auch an der 33-jährigen Musikerin Nikki Lane. Kürzlich erschien ihr vielgelobtes drittes Album: "Highway Queen".

Frauen haben es schwer in der US-Amerikanischen Country-Szene. Beim wichtigsten Branchenpreis, dem CMA Award, gab es nicht selten Jahre, in denen keine weibliche Künstlerin in einer wichtigen Kategorie wie Album des Jahres nominiert wurde. In die Country Music Hall Of Fame sind seit 1961 133 Künstler aufgenommen worden. Unter ihnen sind nur 16 Frauen wie Loretta Lynn, Dolly Parton und Emmylou Harris.

Sind die Radiosender schuld?

Sucht man Schuldige für die niedrige Frauenquote in den letzten 15 Jahren, landet man schnell bei den Country-Radiosendern, die schlicht und einfach fast ausschließlich männliche Interpreten spielen - weswegen viele Labels wiederum nur solche unter Vertrag nehmen. Noch Mitte letzten Jahres fragte der britische Guardian, wo nur all die Sängerinnen im Country geblieben sind.

Die Musiker Alex Munoz und Nikki Lane zu Gast im Studio von Deutschlandfunk Kultur (Deutschlandradio - Andreas Buron)Die Musiker Alex Munoz und Nikki Lane zu Gast im Studio von Deutschlandfunk Kultur (Deutschlandradio - Andreas Buron)

Doch jetzt vollzieht sich anscheinend ein Wandel. Der Musikjournalist Alfred Soto hat Ende April bei uns in der "Tonart" von einigen weiblichen Künstlern geschwärmt, die die Szene umzukrempeln scheinen: Miranda Lambert, Angaleena Presley, Ashley Monroe oder Maren Morris. Auch die 33-jährige Nikki Lane gehört dazu. Im Februar ist ihr viel gelobtes drittes Album "Highway Queen" erschienen.

Am heutigen Montag tritt die Musikerin in Berlin auf und hat vorher mit uns im Funkhaus über Frauen im Country gesprochen und darüber, wie man sich erfolgreich in dieser Männerdomäne positioniert.

Dass die kommerziellen Country-Radiosender auch nur entsprechende Interpreten spielen, liege daran, dass viele dieser Sender auch eigene Labels hätten und entsprechend ihr Investment in einen Künstler wieder zurückgewinnen möchten, sagt Nikki Lane. Alternative Americana-Künstler wie sie suchen sich dann andere Plattformen wie Spotify oder das Satellitenradio SiriusXM. 

Um in dem Business zu überleben, sei Hartnäckigkeit der Schlüssel. Ihr selbst sei Authentizität sehr wichtig, doch das sei bei den kommerziellen Künstlern kein Thema.

Infos zur Tour von Nikki Lane auf der Website der Musikerin

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