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Alte Musik | Beitrag vom 08.04.2020

Musikalischer Stilmix eines AutodidaktenVom "Telemannischen Geschmacke"

von Helga Heyder-Späth

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Telemann in einem roten Mantel. (imago images / Leemage)
Porträt Georg Philipp Telemanns in einem nachkolorierten historischen Abbild. (imago images / Leemage)

Er nahm angeblich nie Kompositionsunterricht. Doch Georg Philipp Telemann etablierte als Starkomponist einen neuen Stil, einen Stil des musikalischen Mixes. Er verband deutsche Gelehrsamkeit mit italienischer Virtuosität und französischer Eleganz.

In Abänderung unseres Programms präsentieren wir Ihnen eine Sendung zu diesem wichtigen Barockkomponisten.

"Wenn man aus verschiedener Völker ihrem Geschmacke in der Musik, mit gehöriger Beurtheilung, das Beste zu wählen weis: so fließt daraus ein vermischter Geschmack." Mit diesen Worten beschreibt 1752 Johann Joachim Quantz jenen typisch deutschen Stil, in dem italienische Virtuosität, französische Eleganz und ein gesundes Maß an Kontrapunktik miteinander verschmelzen, bisweilen gewürzt mit einer Prise Volkston.

Mit Stilmix zur eigenen Erkennbarkeit

Im Kreis der Bach-Familie sprach man da lieber gleich vom "Telemannischen Geschmacke", denn wie kein Zweiter hat Georg Philipp Telemann diesen Stil geprägt und mit unerschöpflichem Esprit immer wieder neu beleuchtet. Kein Wunder, dass er bei seinen Zeitgenossen höchst angesehen war.

Die Sendung von Helga Heyder-Späth wirft einen Blick auf einen der vielseitigsten Komponisten des 18. Jahrhunderts.

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