Musik - die Sprache der Liebe

Matthias Moosdorf, der Cellist des Ensembles, schreibt im Programmheft zum Konzert vom 25. Oktober im Gewandhaus: "Von der Liebe hat jeder eine Vorstellung. Sie existiert, weil wir kein ewiges Leben haben, allein geboren werden, im Bewusstsein unserer Vergänglichkeit. Sie ist das stärkste Gefühl, zu dem Menschen fähig sind und die Krönung unseres Daseins ...
… Nur verschieden ist diese Erfahrung, so sehr, dass – obwohl tausendfach besungen, unendlich gereimt, gemalt und bedichtet – noch immer Facetten unausgeleuchtet bleiben, Raum geben für unzählige Entäußerungen. Musik ist ihre Sprache, unmittelbarer noch als das Wort. Beiden gemeinsam ist die Bindung an Zeit: Liebe erklingt und verklingt, wo Worte das versuchen, finden sie sich meist ebenfalls in der fast musikalischen Ordnung von Poesie: in Terzinen, Sonetten oder Hexametern. Liebe schwingt in uns wie Musik und beide durchbrechen mühelos emotionale wie verstandesmäßige Schranken. Man kann sich ihrer Wirkung nicht entziehen, manche scheuen gar ihre Kraft aus Angst, überwältigt, fort getragen zu werden..."
Die Liebe in unterschiedlicher Gestalt spiegelt sich auch in dem Programm vom 25. Oktober mit Kammermusik von Opern-Komponisten wider: "sind doch die opernhafte Dramatik von Ottorino Respighis 'Il Tramonto' oder die aus Giaccomo Puccinis 'Manon Lescaut' entnommene Melodie der 'Chrysanthemi' Daseinsformen von zwingender Eingängigkeit und tiefer Erzählung von Liebesdingen. Der Tod als die immerwährende Kehrseite erscheint hier als untrennbar mit der Liebe verbunden, über das Leben hinaus! .... Man kann besser vom Dunkel in die Helligkeit schauen als umgekehrt, so geht der Spruch, das Glück der Illusion wird in seiner Erfüllung wertlos. Die Kunst ist sicher deswegen die einzige produktive Art, sich mit der Liebe in all ihren Erscheinungen auseinander zu setzen."
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Mendelssohn-Saal des Gewandhauses zu Leipzig
Aufzeichnung vom 25.10.2008

Engelbert Humperdinck
1. Streichquartett C-Dur

Richard Wagner
Albumblatt

Ottorino Respighi
Il Tramonto

Giacomo Puccini
Crisantemi

Giuseppe Verdi
Streichquartett e-Moll


Britta Schwarz, Sopran
Leipziger Streichquartett:
Andreas Seidel, Violine
Tilman Büning, Violine
Ivo Bauer, Viola
Matthias Moosdorf, Violoncello


nach Konzertende ca. 21:15 Uhr Nachrichten
anschliessend:

Pietro Mascagni
Rapsodia Satanica
(Stummfilm mit Live-Musik, Italien 1915)

Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Leitung: Frank Strobel