Museum will Ehrung für US-Bürgerrechtler Cesar Chavez nach Missbrauchsvorwürfen zurückziehen

    Mitarbeitende der Stadt haben eine Bronze-Büste von Cesar Chavez auf eine Decke gelegt und transportieren sie ab.
    Buchstäblich vom Sockel geholt wurde eine Büste des US-Bürgerrechtlers Cesar Chavez in Denver. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Thomas Peipert
    Cesar Chavez war über Jahrzehnte die zentrale Figur im Kampf für die Rechte der Landarbeiter in den USA; seine Büste zierte das Oval Office während der Präsidentschaft von Joe Biden. Doch die New York Times enthüllte vor einigen Tagen brisante Vorwürfe gegen den Gründer der United Farm Workers. Chavez soll Frauen aus dem Umfeld seiner Gewerkschaft für Saison- und Landarbeiter sexuelle Gewalt angetan haben, auch Minderjährigen. In der Folge plant ein Geschichtsmuseum in Sacramento, Chavez aus der kalifornischen Hall of Fame in dem Haus zu entfernen. Wie das Magazin Artnews berichtet, wäre es das erste Mal, dass das Museum eine solche Würdigung zurückzieht. CNN zufolge denken auch mehrere Städte darüber nach, Straßen oder Schulen umzubenennen. Mehrere Statuen des Bürgerrechtlers wurden bereits bedeckt oder demontiert. Die Organisation United Farm Workers ihrerseits gab bekannt, dass es keinerlei Feierlichenkeiten zum Geburtstag des ehemals charismatischen Führers am 31. März geben werde. In Kalifornien ist das Datum ein gesetzlicher Feiertag. Die örtliche Politik setzt sich nun für eine Namensänderung ein: Statt Cesar Chavez Day soll künftig der "Farm Workers Day" begangen werden.