Museum Schloss Moyland erwirbt Nutzungsrechte an Beuys-Werken

Das Museum Schloss Moyland besitzt weltweit den größten Bestand an frühen Werken des Universalkünstlers Joseph Beuys. Nun haben seine Erben und die Stiftung des Museums einen langjährigen Streit beigelegt: Die Witwe Eva Beuys und ihre Kinder räumten der Museumsstiftung die umfassenden Nutzungsrechte an Tausenden Werken von Beuys ein. Damit kann Moyland die Werke künftig in Eigenregie in Ausstellungen, Katalogen und digital präsentieren. Das Land Nordrhein-Westfalen bezahlte für die Nutzungsrechte einmalig 3,25 Millionen Euro, wie das NRW-Kulturministerium mitteilte. Für Moyland ist die Einigung ein Befreiungsschlag. Vor der Einigung hatten sich das Museum und Eva Beuys immer wieder Auseinandersetzungen über Ausstellungsrechte geliefert - die teils bis zum Bundesgerichtshof gingen. Bilder mussten abgehängt werden, Ausstellungskataloge erschienen ohne Abbildungen und Gerichte mussten beispielsweise entscheiden, ob Fotos von Beuys' legendären Fettecken-Aktionen ohne Genehmigung von Eva Beuys ausgestellt werden durften.