Museum in Frankreich zeigt berühmten rosa Diamanten "Grand Condé"

In Frankreich wird ein berühmter rosafarbener Diamant erstmals seit einhundert Jahren wieder ausgestellt. Das Condé-Museum im Schloss von Chantilly zeigt bis zum 3. Januar 2027 den "Grand Condé". Der gut neun Karat schwere Edelstein war seit 1926 nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen. Für Juwelenliebhaber und Kunsthistoriker ist er neben seiner seltenen rosa Färbung auch wegen seiner ungewöhnlichen Geschichte interessant. Der "Grand Condé" sei damals aus dem Museum gestohlen und kurze Zeit später nur durch einen Zufall wieder gefunden worden, erklärte Museumsdirektor Deldicque bei der Eröffnung der Ausstellung. Demnach versteckten die Diebe den Diamanten in einem Apfel - und ein Pariser Zimmermädchen fand ihn, als es in den Apfel biss. Über diese Geschichte hätten damals alle Zeitungen in Frankreich berichtet, sie sei "keinesfalls erfunden", betonte Deldicque. Der auffällige Diamant stammt ursprünglich aus Indien und war seit dem 18. Jahrhundert im Besitz des Adelsgeschlechts der Condé. Die älteste Aufzeichnung, in der er erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1740. Heute ist er wie das gesamte Condé-Museum Eigentum des staatlichen Institut de France. Rosafarbene Diamanten sind wegen ihrer Seltenheit besonders wertvoll.