Museen in Sachsen-Anhalt rüsten sich mit "Notfallboxen" gegen Gefahren für Sammlungen

Wasserrohrbruch, Feuer oder Einbruch: Gegen solche Gefahren für ihre Sammlungen rüsten sich Museen in Sachsen-Anhalt zunehmend mit sogenannten "Notfallboxen". Die Sets enthalten Materialien, mit denen Schäden eingedämmt werden können, bevor spezialisierte Hilfe eintrifft - erklärte der Leiter der Beratungsstelle Bestandserhaltung, Marc Holly. Die Einrichtung befindet sich in Halberstadt. Ein Beispiel für Erste Hilfe-Material: Abdeckfolien, die über Regale oder Vitrinen gelegt werden können, um Bücher, Archivalien oder Exponate vor eindringendem Wasser zu schützen. Die Kosten für ein vollständiges Notfallset liegen zwischen wenigen Hundert und rund 4.000 Euro - abhängig von der Größe der Sammlung und dem Grad der Spezialierung der Materialien. Laut einer Umfrage des Museumsverbands Sachsen-Anhalt haben rund 35 Prozent der Museen in den vergangenen zehn Jahren Schäden an ihren Beständen erlitten, etwa durch Feuer, Wasserrohrbrüche oder Einbrüche.