Mord im Namen der Ehre
Im Februar dieses Jahres wurde in Berlin auf offener Straße eine junge Migrantin erschossen. Bereits nach wenigen Tagen nahm die Polizei drei Brüder der Ermordeten fest und beschuldigte sie, die Tat gemeinschaftlich begangen zu haben. Vermutet wurde ein so genannter Ehrenmord. Am Berliner Landgericht wird nun der Prozess gegen die Brüder eröffnet.
Die Familie der ermordeten Hatin Sürücü stammt aus dem kurdischen Ostanatolien. Einer Region, in der man den Koran streng auslegt und vielfach noch das Stammesrecht respektiert. Hier gehören Ehrenmorde bis heute zum Alltag. Diese unheilvolle Kultur hätten die kurdischen Migranten mit nach Deutschland gebracht, klagt Giyasettin Sayan. Sayan kommt selbst aus Ostanatolien und ist heute migrationspolitischer Sprecher der PDS im Berliner Abgeordnetenhaus.
Giyasettin Sayan: "Die Menschen sind in Stammesstrukturen, diesen Verwandschaftsstrukturen organisiert, und sie leben hier unter sich, ziemlich geschlossen. Und in diesen Familien ist die islamischer Fundamentalismus sehr stark verankert ; die haben auch sich nicht geöffnet; und wenn irgendwelches weibliche Kind ausschert und versucht, ein ganz liberales, europäisches Leben zu erleben, kriegt Konflikte."
Ein liberales, europäisches Leben - dem kurdischen Migrantenkind Hatun Sürcü soll es nicht gelingen. Das Mädchen wächst mit acht Geschwistern in Berlin auf. Als es 16 ist, wird es von seinen Eltern gezwungen, einen Cousin in Istanbul zu heiraten. Von ihm bekommt Hatin Sürücü einen Sohn. Doch nach kurzer Ehe entscheidet sie sich für ein Leben als allein erziehende Mutter in Berlin. Sie holt ihren Schulabschluss nach und macht eine Ausbildung als Elektroinstallateurin. Doch ehe sie ihre Prüfung ablegen kann, wird die 23-Jährige ermordet - vermutlich im Namen der Familienehre.
Die Staatsanwaltschaft hat nun die Brüder Hatin Sürücüs wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. So Gerichtssprecher Arndt Bödeker:
"Und zwar wird ihnen vorgeworfen, diesen Plan gemeinsam gefasst zu haben, dann soll einer der Brüder eine Schusswaffe besorgt haben, ein anderer Bruder soll dann am Tattag die Schwester unter einem Vorwand auf die Straße gelockt haben, sie dort erschossen haben, während der dritte Bruder in der Nähe sich befand, um die Tat zu beobachten. "
Die Ermittler hatten zunächst die gesamte Familie Sürücü in Verdacht, den Mord in einem Familienrat beschlossen zu haben. Doch nach Auskunft der Staatsanwaltschaft hat sich dieser Verdacht nicht erhärtet. Vermutlich wird das heute beginnende Gerichtsverfahren auch einen möglichen islamistischen Hintergrund des Mordes beleuchten.
Giyasettin Sayan: "Die Menschen sind in Stammesstrukturen, diesen Verwandschaftsstrukturen organisiert, und sie leben hier unter sich, ziemlich geschlossen. Und in diesen Familien ist die islamischer Fundamentalismus sehr stark verankert ; die haben auch sich nicht geöffnet; und wenn irgendwelches weibliche Kind ausschert und versucht, ein ganz liberales, europäisches Leben zu erleben, kriegt Konflikte."
Ein liberales, europäisches Leben - dem kurdischen Migrantenkind Hatun Sürcü soll es nicht gelingen. Das Mädchen wächst mit acht Geschwistern in Berlin auf. Als es 16 ist, wird es von seinen Eltern gezwungen, einen Cousin in Istanbul zu heiraten. Von ihm bekommt Hatin Sürücü einen Sohn. Doch nach kurzer Ehe entscheidet sie sich für ein Leben als allein erziehende Mutter in Berlin. Sie holt ihren Schulabschluss nach und macht eine Ausbildung als Elektroinstallateurin. Doch ehe sie ihre Prüfung ablegen kann, wird die 23-Jährige ermordet - vermutlich im Namen der Familienehre.
Die Staatsanwaltschaft hat nun die Brüder Hatin Sürücüs wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. So Gerichtssprecher Arndt Bödeker:
"Und zwar wird ihnen vorgeworfen, diesen Plan gemeinsam gefasst zu haben, dann soll einer der Brüder eine Schusswaffe besorgt haben, ein anderer Bruder soll dann am Tattag die Schwester unter einem Vorwand auf die Straße gelockt haben, sie dort erschossen haben, während der dritte Bruder in der Nähe sich befand, um die Tat zu beobachten. "
Die Ermittler hatten zunächst die gesamte Familie Sürücü in Verdacht, den Mord in einem Familienrat beschlossen zu haben. Doch nach Auskunft der Staatsanwaltschaft hat sich dieser Verdacht nicht erhärtet. Vermutlich wird das heute beginnende Gerichtsverfahren auch einen möglichen islamistischen Hintergrund des Mordes beleuchten.