Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Samstag, 19.09.2020
 
Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

100 Grimmsche Wörter / Archiv | Beitrag vom 04.03.2013

Morast

Pfarrer Holger Treutmann (picture alliance / dpa / Matthias Hiekel)
Pfarrer Holger Treutmann (picture alliance / dpa / Matthias Hiekel)

Eine sumpffläche, zusammenhängendes, ausgebreitetes sumpfland , sumpf als stoff, kot aus dem die sumpffläche besteht; bildlich verwendet: "durch dornenvolle thäler, und schlüpfrigen morast des irrthums und der fehler."

Holger Treutmann: "Morast. Da höre ich, wie ich selbst mit Gummistiefeln durch den Morast laufe. Und die Füße kaum wieder rauskriege und das Wasser und 'hrk' so ein Geräusch fällt mir da ein. Wenn ich an Dresden denke, denke ich bei Morast auch immer an das Elbehochwasser 2002, wo also alles überflutet war, viel zerstört worden ist und alles voller Schlamm war. Das ist ja auch Morast – und das ist eigentlich ziemlich schrecklich. Für die Natur ist es ja immer gut! Aus solchem Morast, wo es feucht ist, da wächst was – insofern ist es so schön ambivalent, dieses Wort."

Holger Treutmann ist Pfarrer der Frauenkirche in Dresden.

Alltag anders

Korrespondenten berichten überGlücksbringer
Bunte Symbolfiguren des Gottes Ganesha. Sie gelten in Indien auch als Glücksbringer. (imago images/ZUMA Wire)

In Südafrika haben manche einen getrockneten Hühnerfuß in der Tasche. In Mexiko gibt es die Quitapesares, Stoffpüppchen, die den menschlichen Schmerz aufnehmen. In China werden Glücksbringer in Tempeln verkauft. Mehr

Korrespondenten berichten überBabysitter
Eine Comic-Babysitterin passt gleichzeitig auf drei Kinder auf, die sich alle an sie klammern. (picture alliance / PantherMedia)

Wenn die Argentinier abends essen gehen, nehmen sie ihre Kinder einfach mit. In der Türkei springt die Familie ein, in China ist die Babysitterin oft auch Haushälterin und Putzfrau. Und in Spanien sind Oma und Opa als Betreuungspersonal gefragt.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur