Mitteldeutscher Rundfunk setzt für drei Jahre Produktion von "Tatort" aus

    Cornelia Gröschel, Emilie Neumeister und Martin Brambach beim Fototermin am Set des ARD-Krimis Tatort
    Das Dresdner ermittlerduo Cornelia Gröschel und Martin Brambach beim Fototermin am Set des ARD-Krimis Tatort. © IMAGO / Future Image / Matthias Wehnert
    Der Sparkurs im öffentlich-rechtlichen Rundfunk trifft jetzt auch bekannte Fernsehformate: Der MDR wird den „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ mit den Ermittlerteams aus Leipzig, Dresden und Magdeburg deutlich reduzieren. Drei Jahre lang sollen keine neuen Folgen produziert werden. Beide Krimireihen gehören seit Jahrzehnten zu den wichtigen und besonders sichtbaren Fernsehproduktionen des Mitteldeutschen Rundfunks. Beim „Tatort“ läuft der Abschied allerdings schrittweise: Sechs Produktionen sind noch beauftragt. Auch ein neuer „Tatort Dresden“ soll noch genehmigt werden. MDR-Intendant Ludwig hat heute vor dem Rundfunkrat den umfangreichen Sparkurs vorgestellt. Demnach sind auch weitere Sendungen betroffen, unter anderem das Mittagsmagazin. Auch einige Podcasts stehen vor dem Aus. Betroffen sind Formate mit weniger als 6.000 Hörerinnen und Hörern im Monat. Außerdem plant der MDR, seine Social-Media-Angebote um rund 30 Prozent zu kürzen. Mehr als 200 Stellen sollen wegfallen.