Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Donnerstag, 15.11.2018
 
Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Thema / Archiv | Beitrag vom 09.02.2006

Mitbegründer der "Stunksitzung" ruft zu mehr Gelassenheit im Umgang mit Satire auf

Winni Rau zeigt Verständnis für religiöse Gefühle

Der Mitbegründer und Sprecher der alternativen Karnevalsveranstaltung "Stunksitzung", Winni Rau, hat für mehr Gelassenheit beim Umgang mit Satire über religiöse Themen plädiert.

Er habe Verständnis dafür, wenn sich jemand in seinem religiösen Gefühl verletzt fühle, sagte Rau am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. "Aber wir leben hier in einer säkularisierten Gesellschaft, in der das Recht auf Meinungsfreiheit und auf Satire sehr weit geht." Zudem müsse man berücksichtigen, in welchem Rahmen etwas gezeigt werde. Wer zu einer Stunksitzung gehe, wisse, was ihn dort erwarte. Rau: "Diese Proteste dagegen kommen mir manchmal ein bisschen so vor, wie einer, der ins Bordell geht und sich nachher beschwert, dass er nackte Frauen gesehen hat."

Mit Blick auf die breite Empörung von katholischer Seite über einen Papst-Sketch im Programm der Stunksitzung kritisierte Rau eine mangelnde Auseinandersetzung in der Sache. "Von denen, die da protestieren, hat ja niemand die Nummer gesehen. Man bezieht sich auf Hörensagen." Seine Mutter sei gläubige Katholikin, habe sich die Stunksitzung angesehen und hinterher gesagt, so schlimm sei das doch gar nicht. "Man kann das auch mit einer gewissen Portion Toleranz und gesundem Menschenverstand auf eine andere Ebene runterbrechen", so der Sprecher der alternativen Karnevalsveranstaltung.

Thema

Karl der GroßeKunstsinniger Barbar
Eine Figur Karls des Großen steht am 16.06.2014 in Aachen (Nordrhein-Westfalen) im Centre Charlemagne. Die Ausstellung "Karl der Große, Macht, Kunst, Schätze" ist vom 20.06.2014 bis zum 21.09.2014 in Aachen zu sehen.  (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Er war einer der Gründungsväter Europas: Karl der Große hat die karolingische Renaissance eingeleitet. Eigentlich sei es ihm aber nur um die Legitimierung seiner Macht gegangen, meint Kunsthistoriker Michael Imhof. Mehr

DDR-GeschichteSieg über den Ort des Grauens
Der ehemalige politische Gefangene Gilbert Furian in einer Gefängniszelle der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus vom Verein Menschenrechtszentrum in Cottbus (Brandenburg). (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Weil er in der DDR Interviews mit Punks publizierte, kam Gilbert Furian in den Cottbuser Knast. In der heutigen Gedenkstätte wird er nun in der Oper "Fidelio" mitsingen - um einen "großen Rucksack Bitterkeit" erleichtert.Mehr

Agenturfotos"Das ist sicher ein Aufbruch"
Sheryl Sandberg, Geschäftsführerin des US-amerikanischen Internetkonzerns Facebook  (picture alliance / dpa / Foto: Jean-Christophe Bott)

Die Karrierefrau, die am Schreibtisch sitzt, oder das schamlose Zeigen von Terroropfern in Afrika - Sheryl Sandberg von Facebook und Pam Grossman von der Bildagentur Getty Image wollen solchen Klischeefotos etwas entgegensetzen. Sie haben die Datenbank "Lean In Collection" gegründet. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur