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Konzert / Archiv | Beitrag vom 30.05.2021

Mirga Gražinytė-Tyla beim BR-SymphonieorchesterMarkenzeichen: Packend

Moderation: Carola Malter

Porträt der Dirigentin vor weiß-blauem Hintergrund, bei dem die junge Dirigentin mit fest-freundlichem Blick die Kamera fixiert. (Mirga Gražinytė-Tyla / Frans Jansen)
Mirga Gražinytė-Tyla kommt aus einer Musikerfamilie in Vilnius. (Mirga Gražinytė-Tyla / Frans Jansen)

Sie ist ein Shooting Star der Szene. Die Litauerin ist seit 2016 Musikdirektorin des City of Birmingham Symphony Orchestra. Im Frühjahr debütierte die Dirigentin in München mit Werken von Mieczysław Weinberg, Mozart und Beethoven.

"Als das mit Abstand eindrucksvollste Dirigentendebüt auf Platte" bezeichnete die Los Angeles Times die 2019 erschienene Debüt-CD von Mirga Gražinytė-Tyla. Aufgenommen hatte die junge Litauerin die Symphonien Nr. 2 und Nr. 21 von Mieczysław Weinberg.

Ihre energiegeladene Einspielung unter Mitwirkung des City of Birmingham Symphony Orchestra sowie der Kremerata Baltica und Gidon Kremer wurde als bedeutender Beitrag zur Wiederentdeckung der Musik des jüdisch-polnischen Komponisten gefeiert. 

Shooting Star der Dirigentenszene

Mirga Gražinytė-Tyla wurde 1986 in Vilnius in eine Musikerfamilie hineingeboren. Ganz ohne Erfahrung an einem Instrument studierte sie Chor- und Orchesterdirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Anschließend ging sie nach Bologna, Leipzig und Zürich, um ihre Studien zu vertiefen.

International machte die junge Dirigentin 2012 auf sich aufmerksam, als sie bei den Salzburger Festspielen mit dem renommierten "Salzburg Festival Young Conductors Award" ausgezeichnet wurde.

Eine junge Frau mit schulterlangen, blonden Haaren sitzt in einem Straßenkaffee und erzählt, wobei eine ihrer Hände eine Dirigentenbewegung ausführt. Sie hat die Spitzen von Zeigefinger und Damen zu einem Kreiszeichen zusammengeführt. (IMAGO / Becker&Bredel)Das Dirigieren setzt sich bei Mirga Gražinytė-Tyla sogar im Gespräch fort - hier in Salzburg in einem Gespräch 2015. (IMAGO / Becker&Bredel)

In der Folge erhielt die Dirigentin viele Einladungen aus aller Welt. Feste Engagements führten sie nach Heidelberg, Bern, Salzburg und 2016 zum City of Birmingham Symphonie Orchestra. 

Wiederentdeckter Komponist

Für ihr Debüt beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wählte Mirga Gražinytė-Tyla die hochexpressive 2. Symphonie des jüdisch-polnischen Komponisten Mieczysław Weinberg sowie das letzte Klavierkonzert KV 595 von Wolfgang Amadeus Mozart, dass sie in den Kontext mit der Leonoren-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven stellt. 

An ihrer Seite spielt einer der herausragenden Mozart-Klavier-Interpreten unserer Zeit: der Schweizer Pianist Francesco Piemontesi.

Aufzeichnung vom 26. März 2021 im Herkulessaal der Münchner Residenz

Mieczysław Weinberg
Sinfonie Nr. 2 op. 30

Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert Nr. 27 B-Dur KV 595

Ludwig van Beethoven
Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 op. 72b

Francesco Piemontesi, Klavier
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Mirga Gražinytė-Tyla

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