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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 16.04.2008

Midlife-Crisis einer Diva

Neu im Kino: "Actrices … oder der Traum aus der Nacht davor", "Street Kings"

Vorgestellt von Jörg Taszman

Valeria Bruni Tedeschi, Schwester von Carla Bruni, ist in Personalunion Regisseurin und Hauptdarstellerin des Kinofilms "Actrices … oder der Traum aus der Nacht davor". Sie schildert darin das Leben von Schauspielern immer am Rande des Nervenzusammenbruchs. In dem Hollywoodfilm "Street Kings" spielt Keanu Reeves einen Cop, der als Einzelgänger das Gesetz in die eigene Hand nimmt.

"Actrices ... oder der Traum aus der Nacht davor"
Frankreich 2007, Regie: Valeria Bruni Tedeschi, Hauptdarstellerin: Valeria Bruni Tedeschi, 108 Minuten, ab 6 Jahre

Valeria Bruni Tedeschi, die lange Zeit sehr viel bekannter war, als ihre jüngere Schwester und Neupräsidentingattin Mme Sarkozy hat mit "Actrices" nicht nur zum zweiten Mal Regie geführt, sondern sich gleich selbst wieder die Hauptrolle zugedacht. Sie spielt eine leicht neurotische Schauspielerin, die noch einmal die Hauptrolle der Natalja Petrowna in "Ein Monat auf dem Lande" spielen soll und sich dabei mit ihrem Regisseur überwirft. Außerdem leidet sie darunter, dass sie von ihrer Frauenärztin erfährt, sie habe nur noch wenig Zeit, um Kinder zu bekommen.

Mal übertrieben theatralisch, dann wieder amüsant schildert Valeria Bruni Tedeschi das nicht ganz alltägliche Leben von Schauspielern immer am Rande des Nervenzusammenbruchs. Das hat Charme und Esprit, kann aber gelegentlich auch ganz schön anstrengend sein.

"Street Kings"
USA 2008, Regie: David Ayer, Hauptdarsteller: Keanu Reeves, 108 Minuten, Altersbeschränkung ab 16 Jahren

"Street Kings" (NUR IM ZUSAMMENHANG MIT DEM FILMSTART)Keanu Reeves spielt Tom Ludlow einen leicht alkoholsüchtigen und immer unter Adrenalin stehenden Cop, der als Einzelgänger das Gesetz in die eigene Hand nimmt und fiese Gangster eher umnietet als einknastet. Das bringt ihm eine Überwachnung durch die "Internal Affairs" also der polizeiinternen Kontrollbehörde ein. Von seinem Chef Captain Jack Wander (Forest Whitacker) wird er jedoch immer gedeckt. Als Ludlows ehemaliger Partner und schärfster Kritiker von Killern umgebracht wird, gerät Tom Ludlow in schwere Bedrängnis. Bald muss er gegen die eigenen, korrupten Kollegen kämpfen und wird als Copkiller gejagt.

08/15-Genrefilm über Korruption und Gewalt innerhalb der Polizei, der es mit Klischees und unsubtiler Figurenzeichnung so übertreibt, dass die Kritik nie glaubhaft wirkt. Es ist genau diese Dutzendware, die Hollywood immer unattraktiver werden lässt und die Kino eigentlich nur mit Mittelmäßigkeit verstopft. Nicht einmal die unterforderten Schauspieler können es richten.

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