Mexiko will Auktion präkolumbianischer Kunstwerke in Paris verhindern

    Pyramiden von Teotihuacán, UNESCO-Weltkulturerbe, Bundesstaat Mexico, Mexiko, Mittelamerika
    Die Pyramiden von Teotihuacán: Die Kultur der Teotihuacán ist nur eine von mehreren in Mexiko. © picture alliance / imageBROKER / Michael Szönyi
    Das Auktionshaus Millon will heute in Paris zahlreiche Stücke präkolumbianischer Kunst versteigern. Aber die Regierung von Mexiko versucht mit rechtlichen Schritten, das noch zu verhindern. Gestritten wird um 40 Artefakte, die das Land als kulturelles Erbe betrachtet. Dieses Erbe zu verteidigen, sei ein Akt historischer Gerechtigkeit, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Mexikos Kulturministerin Claudia Curiel. Das Auktionshaus wollte sich laut Reuters bisher nicht äußern. Es bewirbt die Versteigerung auf seiner Website als "außergewöhnlichen Kunstverkauf" aus bedeutenden privaten Sammlungen. Darunter seien auch sehr seltene Stücke. Mexiko bemüht sich seit Jahren darum, Artefakte, die Teil seines vorkolonialen historischen Erbes sind, aus Sammlungen auf der ganzen Welt zurückzuerhalten. Obwohl einige Regierungen einer Rückgabe zugestimmt haben, sind viele geforderte Restitutionen Gegenstand von Streitigkeiten.