Metropolitan Opera: Stellenstreichungen und ein möglicher Verkauf von Chagall-Wandgemälden

    Menschen stehen im Dunklen vor einem Springbrunnen und blicken in die fünf hell erleuchteten, großen bogenförmigen Fenster des Metropolitan Opera House in New York City.
    Die Metropolitan Opera in New York sucht nach neuen Einnahmequellen © imago / Imagebroker
    Dass die Metropolitan Opera Geldsorgen hat, ist schon länger bekannt. Jetzt streicht die Met 22 Stellen in der Verwaltung, verschiebt Produktionen und kürzt die Gehälter von Führungskräften um bis zu 15 Prozent. Auch Musikdirektor Yannick Nézet-Séguin und Generaldirektor Peter Gelb sind betroffen. Gelb begründete die Maßnahmen in der "New York Times" damit, dass sich eine Vereinbarung mit Saudi-Arabien verzögert; das Land sollte über acht Jahre hinweg rund 200 Millionen US-Dollar investieren. Gelb geht davon aus, dass das Abkommen zustande kommt, man warte aber auf Fortschritte. Das Opernhaus prüft derzeit weitere Einnahmequellen: Die vermehrte Vermietung für Popkonzerte und Musicals - und sogar zwei Kunstwerke von Marc Chagall könnten verkauft werden. Die meterhohen Wandgemälde aus dem Jahr 1966 müssten aber in der Met bleiben. Wer die rund 55 Millionen Dollar zahlt, soll lediglich eine Namenstafel bekommen.