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Kulturnachrichten

Mittwoch, 8. Januar 2014

Merkel mit Hakenkreuzbinde: Prozess gegen Künstler

Das öffentliche Zeigen von Hakenkreuzen ist hierzulande verboten.

Um die "Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen", wie es in Juristendeutsch heißt, geht es auch in einem Prozess gegen den Aktionskünstler Günter Wangerin. Das Berufungsverfahren wird heute vor dem Münchner Landgericht eröffnet. Wangerin hatte bei einer Demonstration gegen die Euro-Krise ein Plakat hochgehalten, das Kanzlerin Angela Merkel in Uniform und mit Hakenkreuzbinde zeigte. In erster Instanz wurde er deswegen zu 3.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Wangerin beruft sich auf die Freiheit der Kunst. Das Motiv stammt ursprünglich aus Griechenland.

Holocaust-Mahnmal geschändet - Jugendliche urinieren auf Stelen

Jugendliche schänden das Berliner Holocaust-Mahnmal - und niemand in Deutschland scheint es zu bemerken.

Erst die israelische Nachrichtenplattform "Arutz Sheva" hat öffentlich gemacht, dass Unbekannte in der Sylvesternacht auf die Stelen des Mahnmals urinierten und dort Feuerwerkskörper zündeten. Das Internet-Portal veröffentlichte entsprechende Aufnahmen, die ein britischer Journalist von dem Vorfall gemacht hatte. Nach dessen Angaben waren einige der Beteiligten durch ihre Kleidung erkennbar rechtsradikal. Die "Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas" bestätigte die Schändung. Ihr Direktor Uwe Neumärkter sagte, man erwäge nun, das Gelände zu umzäunen. Kulturstaatsministerin Grütters erklärte, mit Hilfe der Videoüberwachung auf dem Stelenfeld wolle man die Täter ausfiniug machen und anzeigen.

NS-Raubkunst: Grütters für neue Verjährungsregel

Die neue Kulturstaatsministerin Monika Grütters begrüßt die bayerische Initiative zu einer konsequenteren Rückgabe von NS-Raubkunst.

Die CDU-Politikerin erklärte in Berlin, der Vorschlag zur Neuregelung der Verjährungsfrist müsse nun rechtlich geprüft werden. Die Bundesregierung setze sich vorbehaltlos für die Suche nach NS-Raubkunst und deren Rückgabe nach den Grundsätzen der Washingtoner Konferenz von 1998 ein. Im November war bekannt geworden, dass die Behörden in der Münchner Wohnung des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt rund 1.400 Kunstwerke beschlagnahmt hatten, die ihren früheren Besitzern von den Nazis zum Teil unter Zwang abgenommen worden waren.

Mordprozess gegen früheres SS-Mitglied Bruins eingestellt

Einer der vermutlich letzten NS-Kriegsverbrecherprozesse ist ohne Urteilsspruch zu Ende gegangen.

Das Landgericht Hagen stellte das Verfahren gegen den früheren SS-Mann Siert Bruins ein. Zur Begründung hieß es, dass es aufgrund des großen zeitlichen Abstands keine ausreichenden Beweise für die Tat aus dem Zweiten Weltkrieg gebe. - Die Anklage hatte dem inzwischen 92-jährigen Bruins vorgeworfen, im Jahr 1944 in den Niederlanden einen Widerstandskämpfer erschossen zu haben. Dafür war er dort 1949 in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden.

Hitchcock-Dokumentation über Holocaust erstmals öffentlich

Alfred Hitchcock erstellte 1945 eine Dokumentation über deutsche Kriegsverbrechen.

Wie die Londoner Zeitung "The Independent" berichtet, wurde der Film aber nie gezeigt, weil die Alliierten dies nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr wollten. Nach Angaben des Imperial War Museums in London soll die Dokumentation des Regisseurs über den Holocaust wieder zugänglich gemacht werden. Nach der Bearbeitung des Materials könne der Film vermutlich im kommenden Jahr im britischen Fernsehen oder auf Festivals gezeigt werden.

Kommentare zum Bericht zur Hamburger Elbphilharmonie

Der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zur Hamburger Elbphilharmonie benennt zwar die Verantwortlichen.

Am Ende aber ist man immer noch ratlos, warum es so kommen musste. Dieser Ansicht ist die "Süddeutsche Zeitung". Spannend an dem Bauskandal seien vor allem die menschlichen Gefühle, schreibt die SZ. Ständig sei jemand beleidigt, empört oder gekränkt gewesen. Allerdings hätten diese Animositäten mit rund 400 Millionen Euro einen stolzen Preis. Die FAZ sieht das Kernproblem darin, dass die Verantwortlichen nicht ihr eigenes Geld riskieren. Für ihre sündhaft teuren Fehler müssten Politiker leider nicht haften. Und die "Braunschweiger Zeitung" urteilt: "Hamburg erhält weniger ein Wahrzeichen, als ein Mahnmal der Inkompetenz. Kein noch so glückhaftes Musikerlebnis kann das vergessen machen."

Ensemble des Wiener Burgtheaters solidarisiert sich mit entlassener Vizedirektorin

Am Wiener Burgtheater beginnt das neue Jahr turbulent.

Silvia Stantejsky, Vizedirektorin und bis vor knapp einem Jahr auch kaufmännische Geschäftsführerin des Theaters, ist vergangene Woche fristlos entlassen worden. Wie österreichische Medien berichten, haben sich nun die Schauspieler der "Burg" mit Stantejsky solidarisiert. Damit, so die "Salzburger Nachrichten", stelle sich das Ensemble gegen Direktor Matthias Hartmann. Es drohe eine Führungskrise. Die Entlassung Stantejskys war mit Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung begründet worden - konkretere Angaben machten die Verantwortlichen allerdings nicht.

Bruno Ganz: Iffland-Nachlass soll veröffentlicht werden

Um den Nachlass des preußischen Theatermachers August Wilhelm Iffland ist ein Streit entbrannt.

Nun hat sich der Schauspieler Bruno Ganz in die Kontroverse eingebracht. Der Träger des Iffland-Rings forderte, dass die jüngst aufgetauchten Manuskripte veröffentlicht werden sollen. Ganz sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", die Dokumente, darunter Briefe und Bühnenbildentwürfe, seien für die Geschichte des Theaters wichtig. Ein Sammler wollte die 6.000 Seiten auf einer Messe verkaufen. Das Land Berlin erstattete Anzeige, weil die Herkunft des Nachlasses ungeklärt ist und vermutet wurde, dass der Verkäufer unrechtmäßig an die Dokumente kam.

450 Architekten wollen Berliner Kathedrale sanieren

Die Sankt-Hedwigs-Kathedrale ist eines der historischen Wahrzeichen in Berlin und dringend renovierungsbedürftig.

Der Wettbewerb zur Sanierung der Kirche stößt auf großes Interesse. Wie Dompropst Ronald Rother beim Neujahrsempfang von Kardinal Rainer Maria Woelki bekanntgab, haben sich 450 Architekten-Büros angemeldet, darunter 30 aus dem Ausland. Bis zum 7. Februar können sie nun ihre Beiträge für die erste Wettbewerbsphase einreichen, Anfang März wird eine erste Vorauswahl getroffen. - Die Sankt Hedwigs-Kathedrale wurde vor 240 Jahren geweiht und ist nach dem Vorbild des Pantheon in Rom gebaut.

Eigentümer der französischen Zeitung "Le Monde" wollen auch das Magazin "Le Nouvel Observateur" kaufen

Das linke französische Nachrichtenmagazin "Le Nouvel Observateur" wird verkauft -

und zwar vorraussichtlich an ein Investorentrio um den Kulturmäzen Pierre Bergé. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf informierte Kreise. Bergé und seine Mitstreiter Xavier Niel und Matthieu Pigasse haben 2010 bereits die Tageszeitung "Le Monde" gekauft.

"Le Nouvel Observateur" verkauft wöchentlich rund eine halbe Million Exemplare, macht aber Verlust. Zusammen mit der Mehrheit an der Zeitschrift soll auch das investigative Online-Magazin "Rue89" verkauft werden.

Website des "Guardian" in China blockiert

Nach "New York Times" und "Bloomberg" hat es jetzt auch den "Guardian" getroffen.

Wie die britische Zeitung mitteilte, ist der Zugang zu ihrer Internetseite in China seit gestern blockiert. Die Gründe für die Zensurmaßnahme sind laut "Guardian" unklar. Auch wisse man nicht, ob die Seite nur vorübergehend oder dauerhaft gesperrt sei. In den vergangenen zwei Tagen habe man keine Artikel veröffentlicht, die die chinesische Führung als bedrohlich einschätzen könne. Am Montag habe man allerdings über ethnische Spannungen in der Provinz Xinjiang berichtet, heißt es weiter.

Die Internetseiten der "New York Times" und der Nachrichtenagentur "Bloomberg" sind seit 2012 gesperrt - damals hatten beide über die Vermögensverhältnisse chinesischer Spitzenpolitiker berichtet.

Hier lesen Sie die Stellungnahme des "Guardian".

Appell fordert Freiheit für die Ehefrau des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo

"Liu Xia braucht dringend Hilfe."

Das schreiben der chinesische Exil-Schriftsteller Bei Ling, Peter Englund, Ständiger Sekretär der Schwedischen Akademie, und Per Wästberg, Präsident des Nobelkomitees für Literatur, in einem Appell, den die "FAZ" veröffentlicht hat. Darin fordern sie mehr Unterstützung für die Ehefrau des inhaftierten Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo. Deren schlimme Lage werde trotz der internationalen Aufmerksamkeit für ihren Ehemann übersehen. Die Künstlerin werde überwacht und dürfe nicht an Ausstellungen teilnehmen. Dringend benötigte medizinische Unterstützung werde ihr verwehrt. Die Unterzeichner fordern die Regierung in Peking auf, Liu Xia sofort und bedingungslos ihre Freiheit zu gewähren. Liu Xiaobo sitzt seit 2008 eine elfjährige Haftstrafe ab.

Hier lesen Sie den vollständigen Appell.

Erwachsene, die in Baby-Sprache reden, könnten Kleinkindern beim Lernen helfen

Wer mit Pieps-Stimme redet, sobald er ein Baby sieht, macht sich in den Augen vieler lächerlich.

Dabei animiert diese Baby-Sprache Kleinkinder offenbar zum Sprechenlernen. Zu diesem Schluss kommt eine amerikanische Studie, über die der britische "Telegraph" berichtet. Die Forscher untersuchten "Unterhaltungen" zwischen Eltern und Kindern. Ihr Ergebnis: Je übertriebener Mütter und Väter Wörter betonten und je fröhlicher sie mit ihren Kindern sprachen, desto mehr reagierten die Babys darauf - und brabbelten selbst drauf los. Dieses Brabbeln gilt den Forschern zufolge als wichtige Vorstufe fürs Sprechen.

Am effektivsten war der "Baby-Talk" übrigens, wenn nicht mehrere Erwachsene gleichzeitig auf das Kind einredeten, sondern nur ein Elternteil dem Nachwuchs etwas erzählte.

Den vollständigen Bericht lesen Sie hier.

Genderforscherin begrüßt Sigmar Gabriels "Vater-Nachmittage"

Mittwochnachmittage hält sich der Vizekanzler künftig für seine kleine Tochter frei.

Diese öffentlichkeitswirksame Ankündigung von Sigmar Gabriel hat die Genderforscherin Christina von Braun im Deutschlandradio Kultur als begrüßenswert bezeichnet. Die Kulturtheoretikerin von der Berliner Humboldt-Universität hält es aber andererseits für problematisch, dass dieser Schritt des SPD-Politikers überhaupt Schlagzeilen macht: Es gebe kein anderes Land, in dem die Frage der Kinderbetreuung emotional so aufgeladen sei wie in Deutschland.

Steven Spielberg plant "Montezuma"-Drama

Montezuma II. ist eine zentrale Figur der mexikanischen Geschichte.

Jetzt nimmt sich offenbar Regisseur Steven Spielberg des Aztekenherrschers an. Wie das Branchenblatt "The Hollywood Reporter" meldet, will der amerikanische Oscarpreisträger das historische Drama "Montezuma" verfilmen. Das Drehbuch soll Steve Zaillian schreiben, mit dem Spielberg schon für "Schindlers Liste" zusammenarbeitete. Der spanische Schauspieler Javier Bardem ist demnach für die Rolle des spanischen Eroberers Hernán Cortés im Gespräch. Montezuma wurde von Cortés gefangengenommen und kam 1520 ums Leben.

Christliches Hilfswerk veröffentlicht Weltverfolgungsindex

Zum zwölften Mal in Folge steht Nordkorea an der Spitze dieser Negativliste.

Das christliche Hilfswerk "Open Doors" hat seinen aktuellen Weltverfolgungsindex veröffentlicht. Aufgeführt werden die 50 Staaten, in denen die Religionsfreiheit am wenigsten geachtet wird. Auf den Plätzen zwei bis neun stehen Länder, in denen vor allem islamische Extremisten die Religionsfreiheit mit Gewalt unterbinden, darunter Somalia, Syrien, der Irak und Afghanistan. Vergleichsweise stark hat den Angaben zufolge die Christenverfolgung durch Islamisten in Afrika zugenommen.

"Open Doors" unterstützt Christen weltweit. Der jährliche Verfolgungsindex stützt sich auf Befragungen, Berichte und Einschätzungen von Experten.

Finnisches Lenin-Museum wird runderneuert

Im finnischen Tampere eröffnete 1946 das erste Lenin-Museum außerhalb der Sowjetunion.

Knapp 70 Jahre später soll das Haus jetzt von innen und außen gründlich erneuert werden. Museumsdirektor Kalle Kallio sagte, die Dauerausstellung stamme noch aus dem Moskauer Lenin-Museum der 80er-Jahre. Inzwischen sei sie sehr abgenutzt. Künftig solle die Ausstellung außerdem objektiver sein und ausführlicher über die Beziehungen zwischen Finnland und Russland informieren. Auch wolle man künftig die Museumsbesucher und deren Meinung stärker einbeziehen.

Finnland gehörte bis 1917 zum russischen Zarenreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg verpflichtete sich das Land zu strikter Neutralität und zahlreichen außenpolitischen Zugeständnissen an Russland.

Protestverbot in Athen bei Feiern zur EU-Ratspräsidentschaft

Athen feiert heute die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft.

Kritische Stimmen sind dabei nicht vorgesehen. Die Polizei hat vorsorglich ein Demonstrationsverbot verhängt. Es gilt zwölf Stunden lang, von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends. Ein ähnliches Verbot wurde auch verhängt, als Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im vergangenen Jahr die griechische Hauptstadt besuchte. - Griechenland hat die Ratspräsidentschaft zum Jahreswechsel von Litauen übernommen. Der Festakt zur Eröffnung findet heute Abend in einem Athener Konzertsaal statt.

Berlin: Wowereit mahnt Beitrag des Bundes zum 25. Jahrestag des Mauerfalls an

Der 25. Jahrestag des Mauerfalls ist ein nationales Ereignis - und keine Aufgabe für Berlin allein.

So sieht es der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Bei seinem Ausblick auf das Jahr 2014 hat der SPD-Politiker die seiner Ansicht nach zögerliche Vorbereitung zu dem Jahrestag am 9. November kritisiert. Bisher habe die Bundesregierung nicht erkennen lassen, wie sie das Ereignis würdigen wolle.

Wowereit kündigte Gespräche mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) an. Deren Sprecher betonte, die Beteiligung des Bundes an den Veranstaltungen zum Jahrestag des Mauerfalls sei gerade erst im Koalitionsvertrag geregelt worden. Grütters sei aber selbstverständlich gesprächsbereit.

Urheberrecht im Netz: Bundesregierung hält Streaming für unbedenklich

Wer sich im Internet einen Video-Stream ansieht, begeht keine Urheberrechtsverletzung.

So sieht es die Bundesregierung. "Spiegel Online" zitiert aus der Antwort des Justizministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Darin heißt es, das reine Betrachten eines Videostreams ohne Herunterladen sei urheberrechtlich unbedenklich. Damit positioniere sich die schwarz-rote Regierung erstmals deutlich in der Streitfrage, wie Streaming rechtlich zu behandeln sei, schreibt "Spiegel Online". Von Video-Streams wird anders als bei Downloads keine dauerhafte Kopie beim Nutzer angelegt. Letztlich könne die Streitfrage aber nur vom Europäischen Gerichtshof entschieden werden, betont das Ministerium. - Im Dezember waren tausende Nutzer des Streaming-Dienstes "Redtube" wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen abgemahnt worden.

Urteil aus Straßburg: Italienisches Namensrecht ist patriarchalisch und diskriminierend

In Italien muss das Kind eines verheirateten Paares bislang den Nachnamen des Vaters annehmen.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat diese Regelung im Namensrecht jetzt beanstandet. Sie sei patriarchalisch und diskriminierend, urteilten die Straßburger Richter. Die Regelung stelle eine ungleiche Behandlung von Männern und Frauen dar, die gegen den in der italienischen Verfassung verankerten Gleichheitsgrundsatz verstoße. Die Regierung in Rom muss das entsprechende Gesetz nun ändern.

Gedenkfeiern zum Völkermord in Ruanda haben begonnen

Ruanda gedenkt des Völkermords vor 20 Jahren.

An einer Gedenkfeier in der Hauptstadt Kigali nahmen neben Regierungsvertretern auch Überlebende der Massaker teil. In den kommenden Monaten sollen landesweit Veranstaltungen zu den Hintergründen des Genozids stattfinden. Die ethnischen Auseinandersetzungen hatten im April 1994 begonnen. Dabei wurden nach UNO-Angaben rund 800.000 Menschen getötet, die meisten aus der Volksgruppe der Tutsi. Mehrere Verantwortliche wurden vom Internationalen Strafgerichtshof verurteilt.

US-Rapper drehen Clip in Nordkorea

Einen ziemlich ausgefallenen Drehort für ihr Musik-Video haben sich zwei Rapper aus den USA ausgesucht.

Die Musiker mit den Künstlernamen "Pacman" und "Peso" filmten den Clip in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. In dem jetzt auf YouTube veröffentlichten Video posieren sie vor Denkmälern im Zentrum der Stadt und auf weitgehend menschenleeren Straßen. Die Nordkoreaner seien viel freundlicher als man in den USA behaupte, erklärten die beiden Rapper. Pikantes Detail: Sie stellten das Video mit dem Titel "Escape to North Korea" am Geburtstag von Staatsführer Kim Jong-Un online.

Hier finden sie den Clip der beiden Rapper.

"The Fall of France": Amerikanisches Magazin erntet Hohn und Spott für Frankreich-Artikel

Frankreich befindet sich im Niedergang - wenn man dem amerikanischen Magazin "Newsweek" glaubt.

Ein Artikel der Online-Zeitschrift sorgt bei den Franzosen derzeit für Empörung, Gelächter oder eine Mischung aus beidem. Der Text enthält mehrere falsche Behauptungen - so heißt es zum Beispiel, ein halber Liter Milch koste in Paris mehr als 3 Euro, Windeln seien dagegen gratis. Unter dem Strich steht die These, dass es dem Land immer schlechter geht, und zwar aufgrund der sozialistischen Regierung unter Präsident François Hollande. Das Magazin hat einige der Fehler inzwischen - mit leichtem Augenzwinkern - eingeräumt, dann aber gleich nachgelegt: Aktuell steht auf der Webseite von "Newsweek" ein zweiter Teil des umstrittenen Artikels, verfasst allerdings von einem anderen Journalisten.

Kein neuer Rekord für den Pariser Louvre - aber immerhin noch 9,2 Millionen Besucher

9,2 Millionen Menschen haben im abgelaufenen Jahr den Louvre besucht.

Damit gingen die Besucherzahlen in dem Pariser Museum erstmals seit fünf Jahren im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück - um rund eine halbe Million. Nach wie vor gilt der Louvre aber als meistbesuchtes Museum der Welt. Zu den Publikumsmagneten gehörten 2013 die Ausstellung über den Frühling der Renaissance sowie die vieldiskutierte Werk-Schau mit dem Titel "Über Deutschland".

Weltraumteleskop Hubble stößt auf zehn Milliarden Jahre alte Galaxien

Hubble ist auf einen Zufallsfund gestoßen.

Mit dem Teleskop der NASA haben Forscher Sternenansammlungen entdeckt, die noch aus der Zeit stammen, in denen Sterne sich gerade erst bildeten - vor etwa zehn Milliarden Jahren. Die Galaxien aus der Tiefe des Universums leuchten allerdings nur ein Hundertstel so stark wie die Galaxien, die Hubble normalerweise finden kann. Und so nutzten die Forscher nach eigenen Angaben eine Art kosmisches Vergrößerungsglas: Ein großer Galaxienhaufen im Vordergrund krümme den Raum so stark, dass er wie in einem Spiegelkabinett das Bild verzerre und so eine Linse bilde - in der die schwach leuchtenden Galaxien zu sehen seien.

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