Meininger Museen geben Trommel an Norwegen zurück

Eine Schamanentrommel aus der Sammlung der Meininger Museen in Thüringen geht zurück nach Norwegen. Vorausgegangen waren laut der Vorsitzenden des Stiftungsrates der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach, Tina Beer, unter anderem Gespräche mit Vertretern von norwegischen Museen und dem samischen Regionalparlament. Die Trommel sei ein für die kulturelle Identität des lange verfolgten Volkes der Samen ein wichtiger Ritualgegenstand. 300 Jahre nach der Konfiszierung gehe er nun zurück. Meiningen sei bestrebt, vergangenes Unrecht anzuerkennen, sagte Beer. Die "Meininger Samentrommel" ist ein Ritualgegenstand des nordeuropäischen Schamanismus. Sie wurde 1723 im Rahmen einer Missionsreise nördlich von Trondheim in Norwegen beschlagnahmt. Das Stück gelangte zunächst nach Kopenhagen, dann als Geschenk des dänischen Königs in die Sammlungen des Herzogs von Sachsen-Hildburghausen. Seit 1837 ist die Trommel Teil der Meininger Sammlungen. Die Meininger Museen beherbergen die umfangreichste Kunstsammlung in Thüringen.