Mehr Frauen in Führungspositionen der Sender

    Deutschlandradio Programmdirektorin Jona Teichmann
    Die Sender des Deutschlandradios werden von einer Frau geführt - von Programmdirektorin Jona Teichmann. © Deutschlandradio / Annika Pesch
    Der Anteil an Frauen in journalistischen Führungspositionen des Rundfunks in Deutschland ist laut einer Studie gestiegen. Doch eine Parität der Geschlechter wurde demnach in den vergangenen drei Jahren nur von wenigen Sendern erreicht, teilte der Verein ProQuote Medien in Hamburg mit. Vor allem im privaten Rundfunk und im Bereich der Sportberichterstattung seien die Zahlen enttäuschend. Dennoch würdigte die Vorsitzende von ProQuote Medien, Edith Heitkämper, dass einige Sender auf ihrem Weg zur Parität weit gekommen seien: "Das ist ein ermutigendes Signal." Bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten und bei der Deutschen Welle waren laut der Studie 2021 im Durchschnitt knapp 45 Prozent der Stellen in der Programm- und Redaktionsverantwortung weiblich besetzt. 2018 lag der durchschnittliche Anteil noch bei 37,7 Prozent. Der private Rundfunk stellte laut ProQuote keine Organigramme zur Verfügung, sodass die Studie keine vergleichbar aussagekräftigen Werte darstellen kann. Nach öffentlich zugänglichen Informationen sei der Anteil an Frauen in Führungspositionen bei RTL im Zuge der Fusion mit Gruner+Jahr jedoch weiter gesunken, im programmrelevanten Top-Management seien mit 13,8 Prozent kaum Frauen vertreten gewesen.