Mehr als 33.000 Menschen fordern Aufklärung über den Tod des Cambridge-Professors Arday

    Die Kings College Chapel der Universität Cambridge
    Universität Cambridge © PantherMedia / Sergey Borisov / Sergey Borisov
    Nach dem Tod des Cambridge-Professors Jason Arday wächst in Großbritannien der Druck auf die Regierung: Mehr als 33.000 Menschen fordern Aufklärung nach einer ihrer Ansicht nach rassistischen Kampagne gegen den schwarzen Wissenschaftler, wie unter anderen der "Spiegel" berichtet. Der 41-jährige Soziologe war am Freitag tot in London gefunden worden - wenige Tage nach dem Rücktritt von seiner Professur an der Elite-Universität. Seine Familie macht eine gegen ihn gerichtete Mobbing-Kampagne verantwortlich. Die Unterzeichnenden des Appells der Organisation "Good Law Project" wollen nun, dass der Umgang der Medien mit dem Fall untersucht wird. Auf der Website der NGO heißt es, der tragische Tod des Professors sei zweifellos das Ergebnis von Schikane durch die Presse. Ein bedeutendes Element bei diesem Mobbing sei die Farbe von Ardays Haut gewesen. Für Montagabend ist eine Mahnwache für Arday auf dem Londoner Trafalgar Square geplant. Jason Arday war am 5. August von seiner Professur für Bildungssoziologie zurückgetreten, nachdem Plagiatsvorwürfe und Zweifel an seinen Angaben zu seinem Lebenslauf laut geworden waren.