Mehr als 100 Kunstschaffende wollen rechtlich gegen die Biennale von Venedig vorgehen

    Die Biennale-Zentrale in Venedig mit dem Schriftzug des Testivals auf rotem Untergrund
    Die Biennale von Venedig war in diesem Jahr von mehreren Protesten begleitet. © imago images / viennaslide
    Mehr als 100 an der Biennale von Venedig teilnehmende Kunstschaffende haben den Veranstaltern mit rechtlichen Schritten gedroht. Sie werfen ihnen vor, sie trotz wiederholter Aufforderungen nicht von der Nominiertenliste für die Besucher-Preise gestrichen zu haben. Der Streit geht auf den Rücktritt der fünfköpfigen Biennale-Jury wegen der Teilnahme Israels und Russlands am 30. April zurück. Danach hatte die Biennale angekündigt, dass ohne die Jury zwei Goldene Löwen durch eine öffentliche Abstimmung vergeben würden. Daraufhin gaben fast 70 Künstler bekannt, nicht am Wettbewerb teilnehmen zu wollen. Die Zahl stieg seitdem auf 106. Zu den Unterzeichnenden zählen unter anderem der libanesisch-US-amerikanische Medienkünstler Walid Raad, die US-Performerin Laurie Anderson und der philippinische Künstler Pio Abad.