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Interview / Archiv | Beitrag vom 10.12.2019

Maximilian-Schell-Schau in FrankfurtDer Weltstar in der Almhütte

Hans-Peter Reichmann im Gespräch mit Stephan Karkowsky

Das Foto zeigt den Schauspieler Maximilian Schell als Verteidiger Hans Rolfe in dem Film "Judgement at Nuremberg". (United Artists / Deutsches Filminstitut & Filmmuseum)
Maximilian Schell als Verteidiger Hans Rolfe in "Judgement at Nuremberg". (United Artists / Deutsches Filminstitut & Filmmuseum)

Maximilian Schell zählt zu den wenigen deutschsprachigen Schauspielern, die Weltstars wurden. Eine Ausstellung im Filmmuseum Frankfurt würdigt jetzt Schell als Universalkünstler. Zu sehen gibt es zahlreiche Exponate aus dem Nachlass.

Das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main zeigt eine Ausstellung über Maximilian Schell. Präsentiert wird der künstlerische Nachlass des Schauspielers. Nach seinem Tod 2014 ging dieser an das Museum, das auch den Nachlass von Schells bereits 2005 verstorbener Schwester Maria bewahrt.

Die neue Schau will Maximilian Schell als Universalkünstler zeigen, der sich auf vielen Feldern betätigte: Er war Schauspieler, Pianist, Kunstsammler, Produzent, Maler und Zeichner, Opernregisseur und Autor.

Am Anfang sprach er kein Wort Englisch

Der Kurator Hans-Peter Reichmann hat Schell selbst noch interviewt - in dessen Refugium auf einer Alm in Kärnten. Der Schauspieler habe die Aura eines Weltstars gehabt, so Reichmann, "obwohl die Umgebung eine sehr einfache war."

Die Schell-Ausstellung ist Reichmann zufolge als Collage angelegt. Zu sehen ist unter anderem der Oscar, den Schell 1962 für seine Rolle im Film "Das Urteil von Nürnberg" bekam. Dort spielte Schell den Strafverteidiger Hans Rolfe.

Noch 1958 habe Schell kein Wort Englisch gesprochen, berichtet Reichmann. Der Weltkarriere und Hollywood stand das nicht im Weg: Schell schrieb sich die englischen Dialoge einfach in Lautschrift vor.

(ahe)

Ausstellung "Maximilian Schell" im Deutschen Filminstitut/Filmmuseum
10. Dezember 2019 bis 19. April 2020

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