Martin Scorsese hält Künstliche Intelligenz für "kreativ befreiend"

In Hollywood wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei Filmproduktionen weiterhin skeptisch gesehen. Der Regisseur Martin Scorsese hält die Technologie hingegen für "kreativ befreiend" und arbeitet nun mit "Black Forest Labs" zusammen. Das deutsche Unternehmen hat sich spezialisiert auf die Bilder und Videos durch KI. Nach eigener Aussage hat der 83-jährige Oscar-Preisträger schon immer Schwierigkeiten gehabt, das, was er im Kopf sieht, an sein Team zu vermitteln. Mit Hilfe der KI kann er demnach Bilder für Storyboards erstellen, die zeigen, wie Figuren, Orte und Szenen aussehen sollten. "Wir sollten nicht vergessen, dass das Kino eine junge Kunst ist, die erst etwa 125 Jahre alt ist. Deshalb müssen wir offen für ihre Entwicklung bleiben", so Scorsese. Kollegen kritisierten Scorseses Aussagen. So nannte es die Konzeptkünstlerin Karla Ortiz widerlich, das Vermächtnis und die Macht dafür zu nutzen. Laut Regisseur Samuel Deats gibt es keinen Grund, eine KI zu nutzen, die auf der gestohlenen Arbeit von Millionen Künstlern basiert. Mit der Technologie wurden schon auch schon Darsteller optisch verjüngt und tote Schauspieler zurück auf die Leinwand gebracht, etwa Val Kilmer.