Marokko: Human Rights Watch fordert Freilassung des Rappers Mehdi Black Wind

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch fordert die Freilassung des inhaftierten Rappers Mehdi Lyoubi, auch bekannt unter dem Künstlernamen Mehdi Black Wind. Er wurde vor einigen Tagen in Marokko festgenommen und an der Ausreise nach Frankreich gehindert, wo er wohnt. Für Mittwoch ist eine Anhörung vor Gericht geplant. Lyoubis Familie und Unterstützer vermuten, dass er wegen seiner politischen Texte und Social-Media-Posts festgesetzt wurde. Human Rights Watch bezeichnet seinen Rap als durchaus kritisch, weist aber in einem Statement darauf hin, dass Kritik an der Regierung durch internationales Recht geschützt ist. Aktivisten werfen den marokkanischen Behörden vor, den Druck auf kritische Stimmen und Unterstützer der sogenannten Gen Z-Proteste im Land zu erhöhen. Seit dem vergangenen Jahr gehen vermehrt junge Marokkanerinnen und Marokkaner auf die Straße - gegen die Regierung und für mehr soziale Gerechtigkeit.