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Interview / Archiv | Beitrag vom 16.04.2018

Marketingexperte Karsten KilianWie König Blauzahn zu Bluetooth wurde

Moderation: Nicole Dittmer und Julius Stucke

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ILLUSTRATION - Eine Lupe ist am 20.07.2015 in Frankfurt am Main (Hessen) auf einen Computer-Bildschirm gerichtet, auf dem USB-Ethernet-. Wi-Fi- und Bluetooth-Verbindungen angezeigt sind. Foto: Arne Dedert/dpa | Verwendung weltweit (dpa / Arne Dedert)
Der Bluetooth-Standard steht in unter anderem Konkurrenz zu DECT ULE und WLAN (dpa / Arne Dedert)

Die Namensgebung der Technologie Bluetooth ist eine Reminiszenz an den Dänenkönig Harald Blauzahn. Bei der Namensgebung passe der Name idealerweise auch zum Produkt, meint Marketingexperte Karsten Kilian. Das sei bei Blauzahn nicht trivial, sondern eine tolle Idee.

In einem Acker auf der Ostseeinsel Rügen sind Archäologen auf einen wertvollen Silberschatz aus dem späten 10. Jahrhundert gestoßen. Nahe der Ortschaft Schaprode bargen sie am Wochenende Hals- und Armreife, Perlen, Fibeln, einen Thorshammer, zerhackten Ringschmuck sowie etwa 500 bis 600 teilweise zerhackte Münzen, von denen mehr als 100 Münzen der Regentschaft des legendären Dänenkönigs Harald Blauzahn (910-987) zugeordnet werden können.

Schatz von König Blauzahn auf Rügen gefunden, ein Bericht von Matthes Klemme:
 

Genau nach diesem König wurde das Produkt Bluetooth benannt. Karsten Kilian, Professor für Marken- und Medienmanagement an der Hochschule Würzburg-Schweinfurth, meint, dass bei der Namensgebung für Produkte idealerweise der Name zum Objekt passt und markant ist. So gesehen sei es beim Produkt Bluetooth eine "ganz tolle Idee" gewesen.

Immer die Zielgruppe im Auge

Der Trend gehe bei der Namensfindung zum Internationalen, weil es cool und hip klinge. Aber auch deutsche Namen seien beliebt, man müsse immer die Zielgruppe im Auge behalten, sagt der Marketingexperte. Bei Parfums sei es eher hilfreich, wenn der Name französisch klinge. Was nicht funktioniere, seien beschreibende Namen.

Alles ist erlaubt, was die Menschen aussprechen können, es muss einfach sein und muss einfach in die Online-Suchmaschine geschrieben werden können. "Es gibt 1,8 Millionen Marken, die in Deutschland Gültigkeit besitzen", so Karsten Kilan. Trivial sei das also nicht mit der Namensfindung von Produkten.

(md)

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