Maren Kroymann: Frauenfeindlichkeit war lange Alltag im deutschen Fernsehen

    Maren Kroymann lächelt in Richtung des Betrachters.
    Maren Kroymann ist eine der Künstlerinnen, die in einer neuen Dokumentation über Sexismus im deutschen fernsehen sprechen. © Future Images / imago-images
    Frauenfeindlichkeit und Sexismus waren nach Einschätzung der Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann im deutschen Fernsehen lange Alltag. Das zu ertragen, sei in den 1990er und 2000er Jahren für viele ihrer Kolleginnen der Preis gewesen, um vor die Kamera zu kommen, sagte Kroymann dem "Spiegel". Frauen hätten sich damals auf ihr Aussehen reduzieren und betatschen lassen müssen. So habe über Jahrzehnte die gesellschaftlich akzeptierte und gewünschte Form von lockerer Unterhaltung ausgesehen. Das sei sogar bei eher intellektuellen Satirikern wie Harald Schmidt so gewesen, fügte Kroymann hinzu. Sie ist eine der Künstlerinnen, die bei dem Dokumentarfilm "Was haben wir gelacht" mitgewirkt haben, der gerade in die Kinos kommt. Thema ist die Rolle der Frauen im deutschen Unterhaltungsfernsehen. Mit dabei sind auch die Moderatorin Bettina Böttinger und die Schauspielerin Esther Schweins. Die erkämpften Rechte seien filigran, warnte Schweins im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur.