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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 04.11.2016

Marcel BeyerErdkunde und Menschenfleisch

Von Ulrich Rüdenauer

Der Schriftsteller Marcel Beyer erhält den Georg-Büchner-Preis 2016. (dpa / picture alliance / Arno Burgi)
Der Schriftsteller Marcel Beyer erhält den Georg-Büchner-Preis 2016. (dpa / picture alliance / Arno Burgi)

Marcel Beyers Gedichte, Romane und Essays sind präzise gearbeitet und speisen sich aus unterschiedlichen (pop-)kulturellen oder literarischen Quellen.

"Das Reisen, das Zuhören und Schauen wirken auf mein Schreiben zurück. Ohne diese Erkundungen würde ich kaum den Fragen nachgehen, von denen ich hier spreche. Fragen nach Zeitverschiebungen, Zeitschwingungen und dem Gebrauch der Zeiten: Die Konsequenzen machen sich noch im Umgang mit der Grammatik bemerkbar."

Diese Sätze Marcel Beyers aus seinem Essayband "Putins Briefkasten" führen ins Zentrum des poetischen Selbstverständnisses des 1965 geborenen Autors, der in diesem Jahr mit dem wichtigsten deutschen Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis, ausgezeichnet wird.

Beyers Gedichte, Romane und Essays sind hochreflektiert, sie folgen rhythmischen Mustern, speisen sich aus unterschiedlichen Quellen und verbinden sich mit Geschichte, Theorie, Poesie. Anhand von einzelnen Begriffen, die für sein Schreiben von Bedeutung sind, geht es darum, dem Werk von Marcel Beyer näher zu kommen - von seinem ersten Roman "Menschenfleisch" über den Gedichtband "Erdkunde" bis zu "Graphit".

Im Gespräch mit Marcel Beyer selbst sowie mit anderen Künstlern, mit denen er in den letzten Jahren zusammengearbeitet hat, entsteht das Porträt eines Wahrnehmungskünstlers, der über einen "allumfassenden Welt- und Formblick" (FAZ) verfügt.

Das Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument und barrierearmes txt-Dokument.

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