Malischer Musiker Boncana Maïga ist im Alter von 77 Jahren gestorben

    Africando beim North Sea Jazz Festival im Ahoy in Rotterdam, Niederlande
    Die von Boncana Maïga gegründete Band "Africando" © picture-alliance / jazzarchiv / Jazz Archiv / Markus Lubitz
    Er galt als Pionier afro-kubanischer Rhythmen. Jetzt ist der malische Musiker Boncana Maïga im Alter von 77 Jahren gestorben. Das bestätigte ein Familienmitglied der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte ein malischer Sender vom Tod berichtet. Das Kulturministerium des west-afrikanischen Landes würdigte ihn als einen großen Handwerker der Sprache und Ethnie Mandinka - und der afro-kubanischen Musik. Maïga lernte zu Beginn seiner Karriere in Kuba Querflöte spielen, Anfang der 60er-Jahre, als das sozialistische Regime in Mali intensive Beziehungen zur kommunistischen Insel hatte. Im Karibikstaat spielte er kubanische Musik in der Band "Las Maravillas De Mali". 1990 gründete er die pan-afrikanische Gruppe "Africando", die für ihre afro-kubanischen Rhythmen bekannt ist und an der sich viele Musiker beteiligten, unter ihnen der senegalesische Sänger Youssou N’Dour.