Londoner Unternehmen will digitale Avatare von toten Musikern auf Tour schicken

Das Londoner Unternehmen Unit1 Studio will digitale Avatare von Musikern erstellen, die verstorben sind oder nicht mehr auftreten, um diese dann auf Tournee zu schicken. Wie die Zeitung "Le Monde" berichtet, will man damit an die Erfolge der Show "ABBA Voyage" anknüpfen. Die bringt die vier Bandmitglieder genauso, wie sie 1979 aussahen, wieder auf die Bühne. Hinter Unit1 steht unter anderem Paul McGuinness, der ehemalige Manager der Band U2. Geplant ist, Archivbilder der Musiker über Videomaterial zu legen, um digitale Avatare nachzubilden. Diese sollen dann auf einen hochauflösenden LED-Bildschirm projiziert werden. Lichteffekte verleihen ihnen einen 3D-Charakter. Reale Musiker übernehmen demnach die Begleitung auf der Bühne. Zunächst müssen jedoch die Künstler und deren Erben von dem Vorhaben überzeugt werden. Fans des Black-Sabbath-Sängers Ozzy Osbourne hatten kürzlich seine Nachbildung in Form eines KI-Avatars kritisiert und das Ergebnis als geschmacklos bezeichnet.