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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 16.03.2018

Literaturwerkstatt im Irak Schreiben für die Freiheit

Von Martin Gerner

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Frauen kaufen am 23.09.2017 auf einem Markt in Kirkuk (Irak) ein. Die Stadt wird am 25. September an einem Referendum, dass über einen unabhängigen, kurdischen Staat im Nordirak entscheiden soll, teilnehmen. Foto: Oliver Weiken/dpa | Verwendung weltweit (dpa)
Der Alltag der irakischen Frauen lässt wenig Freiheiten zu (dpa)

Im Erzählen kann man sich von der Unterdrückung ein wenig befreien. In einer Schreibwerkstatt im Irak verwandeln 16 Frauen verschiedener Herkunft ihre Erfahrungen in Geschichten und hoffen auf neue Netzwerke in einer von Männern dominierten Gesellschaft.

Zum ersten Mal seit dem Fall des Islamischen Staates im Irak sind 16 junge Frauen aus dem ganzen Land in der Stadt Basra zu einer Schreibwerkstatt zusammengekommen. Die angehenden Schriftstellerinnen und Dichterinnen sind alle unter 25 Jahre alt. Ihre Texte erzählen vom Ablegen der Fesseln und dem Aufstand gegen eine Gesellschaft, deren Patriarchalismus sich während der Kriegsjahrzehnte noch verstärkt hat. Frauen im Irak schreiben also anders als Männer im Irak.

Überwinden von Traumata

Persönlicher Schmerz und Traumata verbinden sich mit Beobachtungen von Kriegsereignissen, von Gewalt und Zerstörung. Die jungen Autorinnen hoffen auf neue Netzwerke unter Frauen: Das können Lesezirkel, Schriftstellerinnentreffen und Online-Plattformen sein, die Zuversicht und Sicherheit vermitteln. Twitter und Facebook werden gern genutzt, um sich als Newcomer bekannt zu machen in einer von Männern mit traditionellen Vorstellungen dominierten Umgebung.

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