Perfektion und Psyche

07.05.2026 • 19:30
Literarisches Colloquium, Am Sandwerder 5, Berlin
Helene Bukowski und Wolfram Lessing im Gespräch
Moderation: Miriam Zeh
In den Spezialschulen der DDR hatte Kindheit einen Stundenplan – und Begabung eine Zielvorgabe. Kaum ein System hat musikalisches Talent so früh und so konsequent an Leistung gebunden. In ihrem Roman „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ (Claassen, 2026), der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert ist, zeigt Helene Bukowski, welchen Preis die junge Pianistin Christina dafür bezahlt. Sie besucht die Spezialschule für Musik in Ost-Berlin, studiert am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau und nimmt sich kurz darauf, mit 24 Jahren, das Leben.
Wo sich Helene Bukowski hochempathisch, selbstreflexiv und mit künstlerischen Mitteln einem Einzelschicksal nähert, hat der Musikpädagoge Wolfang Lessing (Hochschule für Musik Freiburg) den „Erfahrungsraum Spezialschule“ sozialwissenschaftlich rekonstruiert. Beide sprechen mit Miriam Zeh über einen Alltag aus Bewertung, Vergleich und Wettbewerb, über die Schönheit der Musik und Psyche unterm Perfektionsdiktat.
Sendetermine im Deutschlandfunk Kultur:
8.5.2026, 19.30 Uhr, "Literatur"
10.5.2026, 22.05 Uhr, "Literatur"
8.5.2026, 19.30 Uhr, "Literatur"
10.5.2026, 22.05 Uhr, "Literatur"
Änderungen vorbehalten
