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Interview / Archiv | Beitrag vom 09.04.2015

Lernforscher Matthias DelianoMehr mit der Hand schreiben!

Moderation: Liane von Billerbeck

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Die Hand einer Frau, die einen Brief mit einem Füllfederhalter schreibt. (dpa / picture alliance / Tobias Hase)
Wer mit der Hand schreibt, versteht die Welt ein bisschen besser, sagen Lernforscher (dpa / picture alliance / Tobias Hase)

Das Schreiben mit der Hand gerät aus der Mode – dabei hat es jede Menge Vorteile, berichtet Matthias Deliano, Biologe und Lernforscher am Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg.

Der Lernforscher Matthias Deliano wirbt dafür, so oft wie möglich mit der Hand zu schreiben. Im Deutschlandradio Kultur sagte er:

"Wir sollten die Handschrift auf keinen Fall aufgeben, und wir sollten sie fördern wo wir sie nur fördern können."

Mit der Hand zu schreiben hilft, Inhalte besser zu verstehen

Texte in einen Computer zu tippen gehe schneller, als mit der Hand zu schreiben, und sei deswegen effektiver, sagte Deliano. Doch bei einem Vortrag Notizen per Hand zu machen, helfe, den Inhalt besser zu verstehen. Denn: Wer langsam schreiben muss, kann nicht wortwörtlich mitschreiben. Damit müsse das Wissen schon im Moment des Schreibens zusammengefasst und verarbeitet werden, sagt der Lernforscher.

Wer nun die berühmte "Sauklaue" hat, muss sich keine Sorgen machen. Es gehe nicht darum, die Notizen im Nachhinein noch einmal zu lesen, sagt Deliano - sondern darum, mit dem Wissen, während es vermittelt wird, aktiv umzugehen: "Das ist das Entscheidende."

Mehr zum Thema:

Kulturtechnik - Von der Schönschrift zur Sauklaue
(Deutschlandradio Kultur, Thema, 27.05.2014)

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(Deutschlandradio Kultur, Elektronische Welten, 16.09.2013)

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