Leiter der Arolsen Archives: Interesse an NS-Geschichte größer denn je

    Eine Hand hält in den Räumen der Arolsen Archives Häftlingskarten und weitere Dokumente eines Zwangsarbeiters (Archivbild vom 25.11.2004).
    Zwangsarbeiter-Dokumente im Archiv in Bad Arolsen © picture-alliance/ dpa/dpaweb | Uwe Zucchi
    Das Interesse an der Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung ist größer als je zuvor - so beobachtet es der neue Direktor der Arolsen Archives in Hessen,
    Moritz Wein. Der Nachrichtenagentur epd sagte Wein, dass das Archiv derzeit die höchsten Anfragezahlen seit 20 Jahren verzeichnet - vor allem von Angehörigen und Nachkommen NS-Verfolgter, die mehr über ihre Familiengeschichte erfahren möchten. Das Archiv gehört zum Unesco-Weltdokumentenerbe, es verwaltet und digitalisiert Unterlagen zu 17,5 Millionen Opfern und Überlebenden. Gegründet wurde die Einrichtung im hessischen Bad Arolsen nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten. Ihre ursprüngliche Aufgabe war die Suche nach Vermissten, damals noch unter dem Namen "Internationaler Suchdienst".