Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung geht an Miljenko Jergović

    Das Bild zeigt den bosnischen Schriftsteller Miljenko Jergovic während seiner Lesung 2025
    Miljenko Jergovic © IMAGO / Rudolf Gigler
    Mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung werden Autoren geehrt, die sich um die Verständigung in Europa verdient gemacht haben. Preisträger für das Jahr 2026 ist der kroatisch-bosnische Schriftsteller Miljenko Jergović. Der 1966 in Sarajevo geborene Autor erhält die Auszeichnung für seine Erzählungen „Das verrückte Herz. Sarajevo Marlboro Remastered“. Darin er erzählt er von der Belagerung seiner Heimatstadt durch serbische Truppen, von 1992 bis 1996. In 27 Geschichten berichtet er anhand von Einzelschicksalen von den Schrecken des Krieges, vom Überleben, von Hunger, Angst und kleinen Gesten der Solidarität. Die Literaturkritikerin und Autorin Maike Albath sagte hier im Deutschlandfunk Kultur, Jergović nehme im Kontext seiner Erzählungen "die Dinge des Krieges als etwas Normales und macht gerade dadurch das Ungeheurliche deutlich". Traditionell wird der Preis jedes Jahr zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse im Frühjahr Gewandhaus Leipzig verliehen.