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Kulturnachrichten

Dienstag, 3. Juni 2014

Bürgerrechtler kritisieren Tatenlosigkeit nach NSA-Affäre

Die Ausspähungen durch die NSA haben in Deutschland zu keinen rechtspolitischen Konsequenzen geführt.

Das kritisierten Bürgerrechtsorganisationen in Karlsruhe bei der Vorstellung des Grundrechte-Reports 2014. Im Kernbereich des Grundrechtsschutzes sehe es daher schlecht aus, sagte die frühere Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger. Der Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte, Gössner, erläuterte, die massenhafte Überwachung setze alle demokratischen und rechtsstaatlichen Regeln außer Kraft. - Der Grundrechte-Report erscheint seit 18 Jahren und gilt als alternativer Verfassungsschutzbericht. Er wird jedes Jahr von acht Bürgerrechtsorganisationen herausgegeben.

Studie: Bildungsniveau der Zuwanderer deutlich gestiegen

Das Bildungsniveau von Zuwanderern ist deutlich gestiegen - die verpasste Intergration der ersten Gastarbeiter wirkt aber immer noch nach.

Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung in einer aktuellen Studie. Insbesondere Kinder und Enkel der ersten Generation von südeuropäischen Zuwanderern könnten nicht mit Deutschen aufschließen. In der Gruppe der türkischen Migranten zeigten sich die größten Integrationsprobleme. Die am besten integrierten Zuwanderer kämen hingegen aus Nord, Mittel- und Osteuropa, schreiben die Forscher. Sie seien gut oder hochqualifizierte Fachkräfte. - In Deutschland leben mehr als 15 Millionen Menschen mit einem Migrationshintergrund, das heißt jeder Fünfte hat einen Zuwanderungshintergrund.

Konfliktforscher fordern Aufnahme von 200.000 Syrern in Deutschland

Die bisherige Aufnahmepolitik ist skandalös.

Mit diesen Worten haben frührende Friedens- und Konfliktforscher die Bundesregierung kritisiert und die Aufnahme von mindestens 200.000 syrischen Flüchtlingen gefordert. Die Wissenschaftler stellten in Berlin ihr Friedensgutachten 2014 vor. Darin heißt es, würde die Bundesregierung mit gutem Beispiel vorangehen, würden auch andere Staaten folgen. Die Forscher betonten außerdem, Deutschland solle sich verstärkt auf humanitäre Hilfe konzentrieren, zum Beispiel mit Luftbrücken zum Transport von Nahrungsmitteln und Medikatmenten.

Lammert kritisiert Zwänge des Medienmarktes

Natürlich soll die politische Berichterstattung aktuell sein - aber deshalb nicht weniger gründlich.

Darauf beharrte Bundestagspräsident Lammert auf einer Konferenz des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger und der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin. Gleichzeitig beklagte er den zunehmenden Aktualitätsdruck in deutschen Medien. Lammert erklärte, die Gründlichkeit falle häufig dem geforderten Tempo zum Opfer, vor allem im Internet. Zudem beobachte er eine zunehmende Entertainisierung im politischen Journalismus. Klickraten und Abdruckquoten würden immer wichtiger. Lammert betonte jedoch, dies sei keine Entschuldigung für Qualitätsmängel.

Verfolgte des DDR-Systems finden in Westdeutschland kaum Beratung

Die Persönlichkeit der Betroffenen ist zerstört - oftmals haben sie das Vertrauen in ihre Umwelt völlig verloren.

Gemeint sind politisch Verfolgte aus der DDR. Der Leiter des Insitituts für Diktatur-Folgen-Beratung, Hoppe, sagte in Magdeburg, Betroffene, die nach Westdeutschland gegangen seien, fänden dort so gut wie keine Hilfe. Im Westen kenne man die Besonderheiten des Lebens in der DDR nicht und habe Schwierigkeiten, sich einzufühlen. Daher wolle man ein Netzwerk mit Beratern etwa in Niedersachsen und Bayern aufbauen, sagte Hoppe. In Ostdeutschland gebe es sieben Anlaufstellen für politisch Traumatisierte.

In den vergangenen zehn Jahren hätten dort mehr als 500 Menschen Hilfe gesucht.

Ethnologin: Salafisten sind in Moscheegemeinden eingebettet

Wie soll man mit jungen Salafisten umgehen?

Für die Frankfurter Ethnologin Susanne Schröter gibt es mehrere Wege. Sie sagte dem Evangelischen Pressedienst, die wachsenden Probleme müssten zusammen mit den Moscheegemeinden angegangen werden. Denn die radikalen jungen Muslime seien dort häufig eingebettet. Auch die Einrichtung Runder Tische in den Kommunen sei eine Möglichkeit, mit allen Beteiligten über den Salafismus und dessen Eindämmung zu sprechen. Nach Einschätzung Schröters biete der Salafismus jungen Muslimen ein klares und überschaubares Weltbild. Er sei eine Strömung des weltweiten politischen Islams.

Konkret strebten Salafisten danach, Ungläubige zu diffamieren, Frauen aus der Öffentlichkeit zu drängen und das islamische Strafrecht einzuführen, sagte die Ethnologin.

Prorussischer Journalist in der Ostukraine verschwunden

Der prorussische Journalist Artem Larjonow war vor drei Wochen in der ostukrainischen Stadt Slawjansk unterwegs.

Seither wird er von seiner Famile vermisst. Der 36-Jährige sei für Video-Aufnahmen dort hingefahren, hieß es. Auf dem Rückweg nach Donezk sei er dann von Soldaten der ukrainischen Nationalgarde festgenommen worden. - Larjonow war als freier Journalist tätig und hatte auf prorussischen Internetseiten und bei YouTube über die Lage in Donezk und in der Ostukraine berichtet.

Nigeria: Aktivisten für entführte Mädchen kritisieren Protestverbot

Sie wollten sich öffentlich dafür einsetzen, dass die entführten Mädchen in Nigeria freigelassen werden.

Aber der Polizeikommandeur in der Hauptstadt Abuja hat die Proteste verboten. Es bestehe die Gefahr, dass es zu Ausschreitungen komme, sagte er zur Begründung. Die Demonstanten - vor allem Frauen - fordern von der Regierung mehr Engagement, um die Schülerinnen aus der Gewalt der Boko Haram zu befreien. Ihre Proteste wurden weltweit über die das soziale Netzwerk Twitter bekannt. Boko Haram versteht sich als Teil des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Der Name bedeutet übersetzt "Westliche Bildung ist Sünde".

Erdogan kritisiert CNN-Reporter

"Speichellecker von CNN" - so hat der türkische Ministerpräsident Erdogan einen amerikanischen Journalisten bezeichnet.

Auf einer Fraktionssitzung seiner Partei in Ankara griff er damit erneut westliche Medien und die aus seiner Sicht zu kritische Berichterstattung an. Der betroffene amerikanische Reporter hat am ersten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste vom Istanbuler Taksim-Platz berichtet. Dabei wurde er während einer Live-Übertragung von der türkischen Polizei festgenommen. Anfang der Woche hatte ein Erdogan-Berater auch deutsche Medien kritisiert.

"Stiftung für Internationale Wochen gegen Rassismus" gegründet

"Wir müssen den Rassisten und Populisten in dieser Gesellschaft laut widersprechen."

Das war der Grund für den früheren Präsidenten des Deutschen Fußballbundes, Theo Zwanziger, eine "Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus" zu iniitieren. Zwanziger sagte, man brauche nicht nur einen langen Atem sondern auch starke Strukturen. Die Stiftung soll künftig die jährlichen Wochen gegen Rassismus planen und Modellprojekte zur Überwindung von Rassismus fördern.

Neben Zwanziger gehören unter anderem der Interkulturellen Rat, der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Förderverein Pro Asyl zu den Gründungsstiftern.

Glaubensdeklaration polnischer Ärzte in der Kritik

In Polen sorgt eine Glaubensdeklaration katholischer Ärzte weiter für Aufregung.

Die nationalkonservative Partei PiS wirft den Kritikern der Erklärung vor, eine Hetzjagd auf die Ärzte zu betreiben, die sie unterzeichnet haben. Die PiS hat deshalb beim polnischen Sprecher für Bürgerrechte eine Beschwerde eingereicht. Darin heißt es, die Mediziner hätten sich lediglich den christlich-katholischen Werten des Lebensschutzes verschrieben. In Polen haben sich bislang rund 3.000 Ärzte dazu verpflichtet, keine Verhütungsmittel zu verordnen und sich nicht an Abtreibungen und künstlichen Befruchtungen zu beteiligen. Die Deklaration wendet sich außerdem gegen Geschlechtsumwandlungen und Sterbehilfe.

Wetter-Panne bei der ARD: Technischer Fehler vermutet

Die Wetter-Panne bei der Tagesschau gibt weiter Rätsel auf.

Vermutlich habe es technische Probleme gegeben, sagte eine NDR-Sprecherin in Hamburg. Der Computerbefehl, den Beitrag der Wetterredaktion zu laden, habe offenbar nicht funktioniert. Die genaue Fehlerursache sei aber weiter unklar, sagte die Sprecherin. Am Sonntagabend fehlten in der Tagesschau die Wetteraussichten. Millionen Zuschauer sahen stattdessen nur einen schwarzen Bildschirm. Sprecher Jan Hofer verlor anschließend auch kein Wort über die Panne.

Old Westbury: Protest gegen Statue von Damien Hirst

Die Nachbarn sind entrüstet.

In der Gemeinde Old Westbury im US-Bundesstaat New York hat ein Kunstsammler eine rund 10 Meter hohe Bronzeskulptur des Künstlers Damien Hirst aufgestellt. Das Kunstwerk zeigt eine fast nackte, schwangere Frau mit offenem Bauch. Bürgermeister Fred Carillo sagte, so könne man mit der Nachbarschaft nicht umgehen. Die Statue passe besser vor eine Frauenklinik. Die Behörden wollen noch diesen Monat eine öffentliche Anhörung veranstalten. Dabei soll es auch um den Vorschlag gehen, die Höhe von Skulpturen gesetzlich zu beschränken.

Neues Festival am Nürburgring heißt "Grüne Hölle"

Aus dem "Rock am Ring" wird nächstes Jahr die "Grüne Hölle".

So soll das neue Festival am Nürburgring heißen. Wie die Betreiber der Eifel-Rennbahn mitteilten, schlossen sie einen fünf Jahresvertrag mit der Deutschen Entertainment AG. Sie werde der neue Musikpartner für das Festival sein. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass das Musikspektakel "Rock am Ring" in diesem Jahr zu Pfingsten zum letzten Mal stattfinden werde. Der Ring-Betreiber hatte dem bisherigen Veranstalter Marek Lieberberg gekündigt.

Spanische Zeitungen bringen Sonderausgaben zu Juan Carlos

In Spanien sind in der Nacht die Druckerpressen heiß gelaufen.

Grund ist die überraschende Ankündigung von König Juan Carlos, den Thron für seinen Sohn Felipe zu räumen. Mehrere Zeitungen brachten daraufhin umfangreiche Sonderausgaben heraus. Die konservative "ABC" zeigt den König und seinen Nachfolger in Militäruniformen und widmet dem Thronwechsel insgesamt 48 Seiten. Genauso viel Platz stellt die konservative Zeitung "La Razon" zur Verfügung, die auf Seite Eins titelt "Danke, Juan Carlos". Die Mitte-Links-Zeitung "El País" kommentiert, dass der Monarch den Weg zur Demokratie geebnet habe. Die Mitte-rechts-Zeitung "El Mundo" äußert die Erwartung, dass der neue König die Monarchie wiederbeleben müsse.

Picasso-Erben kritisieren Pläne für Abriss von Gebäude in Oslo

Picassos Erben sind nicht einverstanden.

Sie sind verärgert, weil der "Y-Block", ein Gebäude im Osloer Regierungsviertel abgerissen werden soll. Daran sind von Picasso entworfene Kunstwerke angebracht. Eine Sprecherin der Familie sagte, das Relief "Die Fische" sei speziell für den "Y-Block" konzipiert worden und könne nicht einfach versetzt werden. Es gebe eine moralische Pflicht, Picassos Werk zu schützen. Sie kritisierte, dass die Familie nicht über die Pläne informiert worden sei. Ein Sprecher der norwegischen Regierung räumte Versäumnisse ein. Man wolle nun in Dialog mit den Erben treten.
Nach den Anschlägen von 2011 sind im Osloer Regierungsviertel umfassende Umbauten geplant.

Wetterforschung Frauennamen bei Wirbelstürmen können verharmlosend wirken

"Katrina" oder "Sandy" klingt offenbar nicht so gefährlich wie "Edouard" oder "Gonzalo".

Forscher haben herausgefunden, dass Wirbelstürme mit weiblichen Namen als weniger bedrohlich wahrgenommen werden als solche mit männlichen. Offenbar ein fataler Fehler. Denn wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Proceedings" berichten, gab es bei "weiblichen" Hurrikanen in der Regel mehr Todesopfer. Das sei damit zu erklären, dass die Menschen bei Stürmen mit Namen wie "Cindy" oder "Belle" seltener bereit seien, Evakuierungsaufrufen zu folgen. Die Forscher empfehlen deshalb, über die Namensgebung von Wirbelstürmen nachzudenken.
Bis 1970 bekamen Hurrikane übrigens nur Frauennamen. Meteorologen hielten das damals angeblich wegen der launischen Natur der Wirbelstürme für angemessen.

Konzerte und Veranstaltungen locken fast 33 Millionen Besucher

Live-Veranstaltungen stehen beim deutschen Publikum hoch im Kurs.

Konzerte, Kabarett, Theater und Shows aller Art haben 2013 fast 33 Millionen Menschen angelockt - neun Prozent mehr als im Jahr davor. Das hat eine Studie der Konsumforschungsgesellschaft GfK im Auftrag des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft und des Branchenmagazins "Musikmarkt" ergeben. Danach wurden im vergangenen Jahr mehr als 120 Millionen Tickets verkauft. Die Branche machte fast 4 Milliarden Euro Umsatz - ein Plus von 15 Prozent.

CDU-Abgeordnete fordern 35-Stunden-Woche für Schüler

35 Stunden sind genug.

Das finden Abgeordnete der CDU und fordern weniger Unterrichtsstunden für Schüler. Der familienpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Marcus Weinberg, sagte der "Bild-Zeitung", Schüler müssten bis zu 45 Stunden pro Woche lernen - mehr als viele Erwachsene arbeiteten. Als Ziel nannte er, die Jugendlichen vor Burnout und Stress zu schützen. Der CDU-Familienpolitiker Martin Patzelt betonte, die Leistungsfähigkeit der Schüler sei auch an die Möglichkeit zu freiem Spiel und zu sozialen Kontakten gebunden.

Wissenschaftler kritisieren Bürokratie bei Vergabe von Forschungsgeldern

Die Wissenschaft läuft Gefahr, auf der Stelle zu treten.

So sieht es Donald Braben, Geowissenschaftler am Londoner University College. Braben sagte, Max Planck hätte wohl nie seine bahnbrechenden Entdeckungen in der Quantenphysik gemacht, wenn er seine Forschungen nach den Regeln von heute hätte finanzieren müssen. Braben und mehr als 30 weitere führende Wissenschaftler haben einen offenen Brief an den "Daily Telegraph" geschrieben, in dem sie die Regeln und bürokratischen Hindernisse bei der Vergabe von Forschungsgeldern kritisieren. Zu den Unterzeichnern gehören vier Nobelpreisträger, unter ihnen der Chemiker Dudley Herschbach und der Biochemiker Sir Richard Roberts. Sie beklagen, dass langwierige Forschungsprojekte auf umstrittenen oder unpopulären Gebieten heutzutage geradezu verboten seien.

Tiananmen-Massaker: Chinesische Behörden blockieren Google

Ist es Zufall so kurz kurz vor dem Jahrestag des Pekinger Massakers, oder handelt es sich um eine langfristige Aktion der chinesischen Zensurbehörden?

Seit dem Wochenende können viele Millionen Chinesen die Google-Dienste nicht nutzen, darunter Gmail oder Google-Maps. Von der bislang strengsten Zensur spricht die Webseite 'Greatfire.org'. Google selbst schließt technische Probleme aus. Morgen jährt sich der Jahrestag des Massakers auf dem Tiananmen-Platz in Peking zum 25. Mal. Bei der Niederschlagung der Studentenproteste 1989 wurden nach Angaben chinesischer Behörden 241 Menschen getötet, Menschenrechtsorganisationen dagegen gehen von bis zu mehreren tausend Toten aus.

Lehrerverband kritisiert Wikipedia-Links zu pornografischen Inhalten

Finger weg von Wikipedia!

Das meint der Deutsche Lehrerverband. Begründung: In der Online-Enzyklopädie gebe es zahlreiche Links, die zu pornografischen Fotos und Filmen führten. Das Bildungsmagazin "News4teachers" nennt als Beispiel die Artikelseite zu "Ejakulation". Verbandspräsident Josef Kraus sagte, es sei höchste Zeit, dass das Portal als Ausweis vermeintlicher Schwarmintelligenz enttarnt werde. Er forderte die Betreiber auf, Links zu pornografischen Inhalten zu entfernen.
Ein Wikipedia-Sprecher sagte dem Online-Magazin "Heise.de", man könne der Empfehlung des Lehrerverbands nur zustimmen, dass Eltern genau hinschauen müssten. Der kritische Blick auf Informationen, die online zu finden seien, gelte für das gesamte Internet. Wikipedia sei da keine Ausnahme.

Hier der Link zum Bericht von "News4teachers" und zum Bericht von "heise.de"|http://www.heise.de/newsticker/meldung/Lehrerverband-erzuernt-ueber-Porno-Links-in-Wikipedia-2214124.html].

Freie Universität Berlin eröffnet Pferdezentrum

Die Einrichtung ist nach eigenen Angaben europaweit einmalig.

Die Freie Universität Berlin eröffnet diese Woche in Bad Saarow im Kreis Oder-Spree ein Pferdezentrum. Dort will die Hochschule ab dem Herbst einen Bachelor-Studiengang Pferdewissenschaften anbieten. Auf dem Lehrplan stehen Reproduktionsmedizin, Pferdezucht und artgerechter Umgang mit Pferden. Außerdem können Studenten in der Einrichtung Praktika absolvieren und ihre eigenen Pferde mitbringen.

Griechenland : Ausländische Zeitungen nur schwer zu bekommen

Ausländische Zeitungen sind in Griechenland zurzeit Mangelware.

Grund ist die Schließung der Vertriebsfirma Hellenic Distribution Agency. Der Chef der HDA, Christoforos Chatzopoulos kündigte nach drastischen Umsatzeinbrüchen an, in wenigen Tagen Insolvenz anzumelden. Seine Firma verteilte an die Verkaufsstellen im Land täglich rund 4.000 ausländische Presseerzeugnisse. Jetzt sind in Griechenland nur noch Zeitungen zu bekommen, die direkt vor Ort gedruckt werden - beispielsweise die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die "Financial Times" und die "Washington Post".

Gedenkfeier für Opfer des Anschlags auf Jüdisches Museum

"Dies soll ein Aufruf zur Wachsamkeit sein, um die gemeinsame Demokratie zu verteidigen."

Das sagte der Vorsitzende der israelitischen Gemeinde in Brüssel, Philippe Markiewicz, bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Anschlags auf das Jüdische Museum vor rund einer Woche. Insgesamt nahmen an der Zeremonie in der Brüsseler Synagoge gestern Abend mehr als 1.500 Menschen teil - unter ihnen Mitglieder der Regierung und Vertreter der christlichen und muslimischen Kirchen. Bei dem Anschlag waren drei Menschen getötet worden, ein Mann wurde schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter, ein 29-jähriger Franzose, schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Ägyptischer Satiriker Jussif zieht sich aus Showgeschäft zurück

Er fürchtet um seine Sicherheit.

Der ägyptische Satiriker Bassem Jussif hat angekündigt, dass er sich aus dem Showgeschäft zurückzieht. Laut der Zeitung "Al-Shorouk" sagte Jussif bei einer Pressekonferenz in Kairo, er fühle sich persönlich bedroht. Der Sender MBC Masr hatte die wöchentliche Sendung des Entertainers Mitte April abgesetzt. Jussif hatte sich vorher über die Präsidentenwahl lustig gemacht.
Der Herzchirurg hatte seine Show-Karriere während der Proteste gegen Präsident Husni Mubarak auf Youtube begonnen und war dann schnell zum Fernsehstar aufgestiegen.

Russland: Amnesty-Bericht kritisiert Vorgehen gegen Demonstranten

Seit Putins neuer Amtszeit geht Russland härter gegen Demonstranten vor.

Das teilte Amnesty International in einem Bericht zur Versammlungsfreiheit in dem Land mit. Darin heißt es, allein im Februar und März dieses Jahres seien mindestens sieben Proteste gewaltsam aufgelöst worden. Friedliche Demonstranten habe man tagelang festgehalten. Der Russlandexperte von Amnesty, Franck, sagte, die Rechtslage habe sich seit 2012 zunehmend verschärft. Zuletzt seien beispielsweise Gesetze gegen Menschen eingesetzt worden, die gegen die Annexion der Krim demonstriert hätten. - Laut Amnesty werden kritische Demonstationen oft nur noch dort zugelassen, wo sie weitgehend unbemerkt blieben.

Schwedische Kinderbuchautorin erhält Astrid-Lindgren-Preis

"Sie ist eine literarische Pionierin, die eine abenteuerliche Sprache benutzt."

Das sagt die Jury des Astrid-Lindgren-Preises über die diesjährige Gewinnerin der Auszeichnung, die schwedische Kinderbuchautorin Barbro Lindgren. Die 77-Jährige wurde gestern in Stockholm geehrt. Ihre Bilderbücher, Lyrikbände und Theaterstücke wurden in insgesamt 30 Sprachen übersetzt. In Deutschland sind unter anderem "Max und der Schnuller", "Benny passt auf" und "Die Geschichte vom kleinen Onkel" erschienen. Barbro Lindgren ist nicht mit der Namensgeberin des Preises verwandt. Der Astrid Lindgren Memorial Award wurde von der schwedischen Regierung nach dem Tod der bekannten Kinderbuchautorin ins Leben gerufen.

Oliver Stone dreht Snowden-Thriller

Die Geschichte von Edward Snowden wird gleich zweimal im Kino laufen.

Den einen Film produzieren die Macher von James Bond, den zweiten Film dreht US-Regisseur Oliver Stone. Wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtet, ist sein Projekt eine Adaption des Snowden-Buches von Luke Harding, einem Auslandskorrespondenten beim "Guardian". Harding twitterte schon begeistert, er könne es kaum erwarten, mit Stone zu arbeiten. Der Film werde eine große europäische Koproduktion. Hardings Buch trägt jedenfalls einen filmreifen Titel: "Die Snowden-Akte - die Geschichte des meistgesuchten Menschen der Welt".

Serbien: OSZE soll sich für Zensur-Vorwürfe entschuldigen

Aleksandar Vucic geht in die Offensive.

Der serbische Ministerpräsident verlangt von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa eine Entschuldigung. Vucic schreibt in einem Brief an die Medienbeauftragte der Organisation, die OSZE habe seiner Regierung fälschlicherweise Zensur vorgeworfen. Das Ganze sei eine "schmutzige Kampagne".
Journalisten, Blogger und Bürgerrechtler hatten die Regierung in Belgrad ebenfalls beschuldigt, die Medien zu zensieren. Kritische Beiträge im Internet seien gelöscht und unliebsame Blogger festgenommen worden.
Die einflussreichsten Medien in Serbien - die beiden größten Tageszeitungen und die Nachrichtenagentur "Tanjug" - sind ohnehin in Staatsbesitz.

Telefonjoker: Merkel geht bei Jauch-Show nicht ran

Angela Merkel war der Telefonjoker, aber sie ging nicht ran.

In der Promi-Ausgabe der Sendung "Wer wird Millionär?" kam der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach bei der 500.000 Euro-Frage nicht weiter - und erhielt die Erlaubnis, die Kanzlerin zu fragen. Doch es meldete sich zweimal nacheinander die Mailbox. Bosbach rief dann Maybritt Illner an. Auch sie kannte die Antwort nicht, und er stieg aus. Die Frage lautete: Die DDR-Kult-Waschmaschine "WM66" ist unter anderem dafür legendär, dass viele Besitzer mit dem Gerät auch... A: Heizstrom erzeugten, B: Obst einkochten, C: Staub saugten, D: Westradio empfingen. Die richtige Antwort war B, Obst einkochten.

Gedenkfeier für Opfer des Anschlags auf Jüdisches Museum

Drei Menschen sind beim Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel getötet worden, ein Mann wurde schwer verletzt.

Rund eine Woche nach dem Attentat haben nun rund 1500 Menschen an die Opfer erinnert. An der Gedenkfeier in der Brüsseler Synagoge nahmen gestern Abend auch Mitglieder der Regierung und Vertreter der christlichen und muslimischen Kirchen teil. Der Vorsitzende der israelitischen Gemeinde Brüssels, Philippe Markiewicz sagte, die Gedenkstunde solle ein Aufruf zur Wachsamkeit sein, um die gemeinsame Demokratie zu verteidigen. Der mutmaßliche Täter, ein 29-jähriger Franzose, schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Thailand: Undercover-Polizisten geben sich offenbar als Journalisten aus

Der thailändische Journalistenverband spricht von einer Bedrohung für die Sicherheit und die Glaubwürdigkeit von Reportern.

Aus der Hauptstadt Bangkok wird berichtet, dass sich Undercover-Polizisten als Journalisten ausgeben, um Demonstranten festzunehmen oder auszuspähen. Mehrere thailändische Zeitungen haben auf ihren Internetseiten Bilder und Videos solcher Aktionen veröffentlicht. Danach trugen die Beamten Marken und Armbinden, die Journalistenverbände an Reporter ausgegeben hatten. Ein Verbandssprecher rief die Polizei dazu auf, solche Abzeichen nicht mehr einzusetzen.

Seit dem Putsch vor anderthalb Wochen hat es in Bangkok immer wieder Proteste gegen die Militärregierung gegeben - obwohl die Armee Versammlungen von mehr als vier Menschen verboten hat.

Unter anderem zeigt die "Bangkok Post" Bilder der Festnahmen.

Verirrter Elch dringt in schwedische Schule ein

In diesem Klassenzimmer wurde der Unterricht plötzlich ein wenig zu naturnah.

Ein Elch ist gestern in eine Mittelschule im schwedischen Mölndal bei Göteborg eingedrungen. Wie die Polizei mitteilte, brach das Tier durch eine Fensterscheibe ins Klassenzimmer, geriet in Panik und versuchte dann, sich mit "gefährlichen Kopfbewegungen" wieder zu befreien. Lehrer und Schüler hätten sich in einem Nebenraum in Sicherheit gebracht, hieß es weiter. Verletzte habe es keine gegeben - nur der verirrte Elch ließ im Klassenzimmer sein Leben. Die Polizei tötete das Tier.

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