"Leben machen und sterben lassen"

Ein Krankenpfleger betreut auf der Intensivstation im Katholischen Krankenhaus St. Johann Nepomuk in Erfurt einen Patienten, während auf einem Kontrollschirm dessen Vitalfunktionen angezeigt werden. © AP
13.10.2011
In den Hallen der Frankfurter Buchmesse brummt es dieser Tage. Auf rund 3000 eingetragenen Veranstaltungen werden noch bis Sonntag Neuerscheinungen präsentiert. Stars, Sternchen und Buchpreise ziehen die größte Aufmerksamkeit der Buchbranche auf sich. Unsere Reihe "Forschung und Gesellschaft" hat jetzt dagegen neue Sachbücher zum Gegenstand, die eine wissenschaftlich-gesellschaftliche Debatte bündeln – und zwar zum Thema Medizin und Tod.
Wie sieht eine Medizin aus, die bei schwersten Erkrankungen das Ziel des Heilens hintanstellen muss? Und: Wie setzt die Medizin im komplexen Gesundheitssystem der Gegenwart Prioritäten? "Leben machen und sterben lassen:" Die Kritikerinnen Kim Kindermann und Susanne Billig diskutieren über neue Bücher, es moderiert René Aguigah.

Die besprochenen Bücher im Einzelnen:
-Gian Domenico Borasio: "Über das Sterben", C. H. Beck Verlag
-Ralf Jox: "Sterben lassen", Edition Körber Stifung
-Stefan Huster: "Soziale Gesundheitsgerechtigkeit", Wagenbach Verlag
-"Priorisierte Medizin – Ausweg oder Sackgasse der Gesundheitsgesellschaft?", herausgegeben von Adele Diederich u. a., Gabler Verlag