Laut einer Studie steht Berlins Clubszene wirtschaftlich unter Druck

Sie sterben nicht, aber sie stehen wirtschaftlich unter Druck - das geht aus einer Studie über Berliner Clubs hervor. Sie wurde von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Auftrag gegeben. Laut der Studie sind die Tanzflächen voll, die Kassen aber leer. Demnach plant das Publikum den Abend bewusster, bleibt kürzer und konsumiert weniger Alkohol. Gleichzeitig sollen die Kosten gestiegen sein: 64 Prozent nennen Personalkosten als größten Belastungsfaktor, 62 Prozent die Betriebskosten, 60 Prozent die sinkende Kaufkraft des Publikums. 95 Prozent der Befragten sehen die langfristige Existenz vieler Clubs ohne strukturelle Verbesserungen gefährdet. Für die Studie wurden im März und April dieses Jahres Clubs, freie Kollektive, Veranstalter und weitere kuratierte Formate befragt. Auch Musikbars, Off-Spaces und soziokulturelle Zentren wurden einbezogen.