Laut einem Brief verpfändete Monet einst aus Geldnot seine Gemälde

    Eine Fotografie des französischen Malers Claude Monet an eine weiße Wand projeziert
    Eines der damals verpfändeten Gemälde hat heute einen geschätzten Wert von 100 Millionen Dollar. © picture alliance / SIPA / Alain ROBERT
    Die Gemälde des impressionistischen Künstlers Claude Monet gehören zu den wertvollsten Kunstwerken der Welt. Doch zu Beginn seiner Karriere hatte Monet Mühe, finanziell über die Runden zu kommen. Darauf deutet ein Brief hin, der zusammen mit weiterer Korrespondenz des Künstlers am 25. März beim Auktionshaus "Autograph Auctions" versteigert werden. Das berichtet das Branchenmagazin "Artnews". In dem Schreiben vom 18. Oktober 1875 erklärte Monet, er habe einen Kredit von 1000 französischer Franken erhalten, der durch den Verkauf von 35 seiner Gemälde zurückzuzahlen sei. Das Geld hatte er sich von Gustave Manet geliehen, dem Bruder seines Impressionisten-Kollegen Édouard Manet. Eines der Gemälde sollte später zu „La Japonaise“ werden, einem Bild von Monets Frau in einem japanischen Kimono. Es ist heute im Museum of Fine Arts in Boston ausgestellt und hat einen geschätzten Wert von 100 Millionen Dollar. Was das von Monet unterzeichnete Dokument historisch so bedeutend mache, sei der Einblick, den es in die finanziellen Nöte der frühen Impressionisten gewährt, erklärte das Auktionshaus.