Laut Börsenverein verlieren besonders junge Menschen die Lust am Lesen

Die Lesekrise hat den Buchmarkt erreicht: Der Umsatz der Buchbranche lag 2025 mit 9,62 Milliarden Euro knapp drei Prozent unter dem von 2024. Das berichtet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Vor allem junge Menschen verlieren demnach die Lust am Lesen: Die Zahl der Buchkäuferinnen und Buchkäufer zwischen 10 und 15 Jahren ging 2025 im Vergleich zum Vorjahr um über 30 Prozent zurück, bei 20- bis 29-Jährigen um knapp 18 Prozent. Die Ursachen liegen demnach in Versäumnissen in der Bildungspolitik. Nach Meinung des Vorstehers des Börsenvereins, Sebastian Guggolz, haben diese zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Lesekompetenz geführt. Er nannte die Zahlen einen "Weckruf an die Politik". Laut Guggolz ist Lesefähigkeit eine Voraussetzung demokratischer Mitgestaltung.