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Interview / Archiv | Beitrag vom 27.07.2018

Längste Mondfinsternis des 21. JahrhundertsWarum die "Himmelslampe" so faszinierend ist

Stefanie Dathe im Gespräch mit Stephan Karkowsky

Die Bildkombo zeigt von links oben nach rechts unten die verschiedenen Phasen der totalen Mondfinsternis. (dpa-Bildfunk / Sven Hoppe)
Verschiedene Phasen einer totalen Mondfinsternis (dpa-Bildfunk / Sven Hoppe)

Die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts und zugleich ein großer heller Mars sind am Freitag in weiten Teilen Deutschlands zu sehen. Für Kunst und Literatur war der Mond schon immer ein besonderes Phänomen, sagt die Kunsthistorikerin Stefanie Dathe.

Am heutigen Freitagabend gibt es am Himmel die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts und einen riesigen, der Erde besonders nahen Mars zu erleben. Das besondere Schauspiel wird mit Einbruch der Dunkelheit beginnen. Die Mondfinsternis endet dann kurz nach Mitternacht. Die totale Phase der Finsternis beginnt um 21.30 Uhr, die maximale Verfinsterung ist um 22.22 Uhr. Der Mars hingegen ist die ganze Nacht zu sehen.

Geheimnisvoller Mond

"Der Mond ist halt der nächste Erdtrabant", erläuterte die Kunsthistorikerin Stefanie Dathe im Deutschlandfunk Kultur das besondere Interesse an diesem Himmelskörper in Kunst und Literatur. Er fasziniere durch sein wechselndes Erscheinungsbild, wie heute bei der Mondfinsternis. Dathe hatte dem Thema "Der Mond in der Kunst" vor zwei Jahren eine ganze Ausstellung in der Villa Rot im baden-württembergischen Burgrieden gewidmet. "Man konnte sich über Jahrtausende nicht erklären: Warum ist er mal ganz zu sehen, dann wieder gar nicht zu sehen,", sagte die heutige Leiterin des Museums Ulm.

Nahaufnahme der Mondoberfläche auf der Mondrückseite mit Blickrichtung nach Südwest. Der große Krater in der Bildmitte ist der International Astronomical Union Krater 308. Die Aufnahme wurde während der Apollo 11-Mission im Juli 1969 gemacht. (picture-alliance / dpa)Nahaufnahme der Mondoberfläche auf der Mondrückseite - keinem anderen Himmelskörper ist der Mensch je so nahe gekommen wie dem Mond. (picture-alliance / dpa)

Der Mond sei auch eine Art "Himmelslampe". Im Winter wirke er bei Vollmond manchmal unheimlich, weil er dunkle Schatten auf die Erde werfe. "Er ist einfach ein Geheimnis geblieben." Dabei sei der Mond der einzige Himmelskörper, auf den der Mensch je seinen Fuß gesetzt habe.

(gem)

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