Ladinische Minderheit organisert eigenes Kulturprogramm zu Olympia

    Olympische Ringe vor einem Bergpanaorama.
    Die Olympischen Ringe im italienischen Cortina d'Ampezzo, das zur Region Ladinien gehört. Neben Mailand ist es Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2026. © picture alliance / Visually / Blanca Saenz de Castillo
    Die Kultur, die Sprache und auch das Handwerk der ladinischen Minderheit in den Dolomiten sind einzigartig. Doch im Rahmenprogramm der Olympischen Winterspiele in Italien kommt das alles so gut wie gar nicht vor. Dabei liegen drei der vier Austragungs-Gebiete in Ladinien. Bürgermeister der Region haben nun jenseits der offiziellen Olympia-Organisation die Initiative ergriffen: Die Nachrichtenagentur AP berichtet, dass zahlreiche Orte bei den Spielen zu ladinischen Konzerten, Lesungen und Ausstellungen einladen. Und sie haben ein Mini-Wörterbücher mit ladinischen Begriffen vorbereitet. Eine Sprache, die vom Aussterben bedroht ist. Rund 30.000 Menschen gelten heutzutage noch als Muttersprachler des Ladin. Nach Medienberichten reagieren die Ladiner mit ihrer Initiative auch darauf, dass Anfragen in Rom unbeachtet blieben. Von der Regierung dort hieß es, man wolle Elemente feiern, die exportiert wurden - wie italienische Mode, Design und Musik.