Kuratorin Naomi Beckwith wird künstlerische Leiterin der documenta 16

    Naomi Beckwith, die neue künstlerische Leitung der documenta 16, spricht bei ihrer Vorstellung
    Naomi Beckwith, bisher Chefkuratorin des Guggenheim-Museums in New York, übernimmt die künstlerische Leitung der documenta 16. © picture alliance / dpa / Nicole Schippers
    Nach viel Kritik und etlichen Verzögerungen hat die internationale Kunstschau documenta für die nächste Ausgabe 2027 eine neue Leitung berufen. Die Wahl der Findungskommission fiel auf Naomi Beckwith, die bisherige Chefkuratorin des Guggenheim-Museums in New York. Der Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Sven Schoeller, nannte Beckwith eine Person, die - Zitat - "ein tiefes Verständnis für die documenta in ihrer Historie und ihrer gesellschaftlichen Wirkkraft mitbringt." Er verwies auch auf die zahlreichen organisatorischen Neuerungen, die sich die Kunstschau gegeben habe: Noch vor einem Jahr habe die Schau in "einer ihrer schwersten Krisen" gesteckt. Auslöser für diese Krise war der Antisemitismus-Eklat um die documenta 15 im Sommer 2022. Damals wurde kurz nach der Eröffnung ein großflächiges Banner eines indonesischen Künstlerkollektivs abgehängt, weil es antisemitische Motive zeigte. Auch weitere Werke und Filme wurden als antisemitisch kritisiert. Kulturstaatsministerin Roth bewertete die Entscheidung für Beckwith als "sehr gute Nachricht". Damit habe die documenta die Möglichkeit, erneut ihr Potential als eine der weltweit wichtigsten Präsentationen zeitgenössischer Kunst voll entfalten zu können.