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Kompressor | Beitrag vom 20.01.2015

KunstmarktAchenbach und Albrecht: eine prototypische Konstellation

Die Kuratorin Christine Heidemann im Gespräch mit Stephan Karkowsky

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Babette Albrecht, Witwe von Berthold Albrecht, im Landgericht in Essen (picture alliance / dpa - Rolf Vennenbernd)
Babette Albrecht, Witwe von Berthold Albrecht, im Landgericht in Essen (picture alliance / dpa - Rolf Vennenbernd)

Reiche, die Kunst kaufen, weil noch ein paar Wände frei sind, sich aber nicht für den Inhalt dieser Kunst interessieren - das hat in der Ex-Galeristin Christine Heidemann Zweifel am Kunstmarkt geweckt.

"Ein paar Wände waren noch frei", soll ALDI-Erbin Babette Albrecht im Achenbach-Prozess als Grund dafür angegeben haben, warum ihr Gatte und sie angefangen haben, Kunst zu kaufen.

Dass Bildende Kunst dazu genutzt wird, um sich damit zu schmücken, ohne sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen - "das ist schon etwas, was man beobachten kann und was mich als jemand, der sich primär für die Inhalte der Kunst interessiert, schon auch zunehmend deprimiert hat", sagt die Berliner Kuratorin und Ex-Galeristin Christine Heidemann.

Auch seien Konstellationen wie die von Albrecht und dem Kunstberater Achenbach in gewisser prototypisch für den Kunstmarkt. "Berater gibt es ja viele, nicht nur Herrn Achenbach, und dass da große Summen umgesetzt werden, ist auch kein Geheimnis."

Mehr zum Thema:

Düsseldorfer Zivilprozess - Kunstberater Achenbach muss Millionen zahlen
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 20.01.2015)

Prozess gegen Kunstberater Helge Achenbach - Versprechen auf ein schillerndes Leben
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 05.01.2015)

Prozess gegen Kunsthändler - Wie Helge Achenbach den Geldadel narrte
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 09.12.2014)

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