Kunsthalle Bremen gibt NS-Raubkunst zurück und kauft sie an

    Das klassizistische Eingangsportal der Bremer Kunsthalle ist von Bäumen umgeben.
    Die Bremer Kunsthalle bewahrt Kunstwerke aus dem 14. bis 21. Jahrhundert © picture alliance / imageBROKER / Wolfgang Diederich
    Die Kunsthalle Bremen hat fünf Zeichnungen aus ihrem Bestand an die Erben des jüdischen Kunsthändlers Siegfried Lämmle restituiert – und anschließend von ihnen wieder erworben. Die Werke waren bei Forschungen als NS-Raubkunst identifiziert worden. Lämmle betrieb in München eine Kunst- und Antiquitätenhandlung. Die Nationalsozialisten verboten ihm die Arbeit und zwangen ihn zum Ausverkauf seines Lagers. Später floh er mit seiner Familie in die USA. Die Kunsthalle hatte die fünf Zeichnungen während der NS-Zeit über einen Bremer Kunsthändler erworben. Durch den Rückkauf bleiben die Werke im Museum. Dort soll an das Schicksal verfolgter jüdischer Kunsthändler und Sammler erinnert werden.