Kulturstätten in Berlin, Polen und Brasilien sind künftig Unesco-Welterbe

    Zu sehen ist ein Wohnhaus im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf.
    Die Waldsiedlung Zehlendorf (Archivbild) ist jetzt Teil des UNESCO-Welterbes. © picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow
    Das Stadtzentrum von Gdynia in Polen und die Amazonas-Theater in Brasilien gehören künftig zum Welterbe. Das entschied das Unesco-Welterbekomitee bei seiner Sitzung im südkoreanischen Busan. Gdynia an der polnischen Ostseeküste zeichnet sich nach Worten der Unesco durch die großflächige Umsetzung modernistischer Ideen in der Architektur aus. Das Zentrum stehe für einen Bruch mit dem Historismus. Die Amazonas-Theater in den Städten Belém und Manaus in Brasilien wurden zwischen 1879 und 1912 errichtet. Sie repräsentieren laut Unesco das goldene Zeitalter des Kautschukbooms in der Region. Auch die Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin wurde in die Welterbe-Liste aufgenommen. Die Häuser werden als Erweiterung der Welterbestätte "Siedlungen der Berliner Moderne" anerkannt. Diese wurde 2008 von der UNESCO in die Liste aufgenommen. Wegen der farbigen Fassaden wird das Ensemble auch "Papageiensiedlung" genannt. Sie entstand zwischen 1926 und 1932.