Kulturstaatsminister Weimer verteidigt Vorgehen bei Buchhandlungspreis

In der Debatte um die abgesagte Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises auf der Leipziger Buchmesse hat sich Kulturstaatsminister Weimer verteidigt. Im Deutschlandfunk sagte er, "Staatspreise sollten nicht an Extremisten verliehen werden". Das gelte für Rechts- und Linksextremisten gleichermaßen. Eine Haltung, die hinter dem Spruch "Deutschland verrecke" stecke, könne nicht preiswürdig sein. Der parteilose Politiker bezieht sich dabei auf einen Schriftzug an der Fassade einer Buchhandlung. Diese und zwei weitere hatte Weimer wegen "verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse" von der Liste des Preises streichen lassen und damit für massive Kritik gesorgt. Die Grünen-Kulturpolitikerin Göring-Eckardt sprach - ebenfalls im Deutschlandfunk - von einem katastrophalen Vorgang. Das alles schade dem Kulturbetrieb und insbesondere den Buchhandlungen. Göring-Eckardt ist Mitglied des Kulturausschusses im Bundestag.