Kulturstaatsminister Weimer: "ARD und ZDF müssen sich neu erfinden"

    Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) ist seitlich im Bild zu sehen während er spricht und mit seiner linken Hand gestikuliert.
    Wolfram Weimer, Kulturstaatsminister © picture alliance / epd-bild / Hans Scherhaufer
    Kulturstaatsminister Weimer hat sich für eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausgesprochen. Beispielsweise könne man überlegen, die ARD nach dem Muster des bereits vor Jahren diskutierten Kleeblattmodells auf vier oder fünf Landesrundfunkanstalten zu reduzieren, schreibt Weimer in der "Welt am Sonntag". Auch die kostenintensive Koexistenz zweier bundesweiter Vollprogramme müsse man grundsätzlich überdenken: "Ein erster Schritt wäre, die Aufgabenteilung zwischen ARD und ZDF klarer zu definieren", so der parteilose Minister. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk werde als Vertrauensmedium und wichtiges Diskurskorrektiv dringend gebraucht, betonte Weimer. Aber sein Zustand sei besorgniserregend. Der beitragsfinanzierte Rundfunk sei überorganisiert, zu teuer und in eine Glaubwürdigkeitskrise geraten. Wenn man jetzt nicht über die bisherigen Reformschritte hinaus plane, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk in zehn Jahren aussehen könne, würden diejenigen, die ihn ablehnten und schwächen wollten, die Deutungshoheit erringen.
    Den Mediendiskurs dürfe man nicht populistisch agierenden Parteien überlassen,